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	<title>Bangemachen gilt nicht.</title>
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	<description>(Nicht) normale Zeiten! — kultuRRevolutionäre Zeiten?</description>
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		<title>&#8220;Stresstest&#8221; &#8211; Mega-Diskurs-Blase zur Normalisierung der Krise</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 10:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivsymbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Normalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Stresstest für Banken&#8221; &#8211; das gehört zur medizinischen Kollektivsymbolik: Infarktgefährdete Patienten müssen eine &#8220;Stress-Echo-Kardiografie&#8221; machen und dabei auf dem Stress-Fahrrad prüfen, wie hoch der Blutdruck bei einer jeweiligen &#8220;Belastung&#8221; steigt. Dafür gibt es ein normales Spektrum und Grenzwerte, wo es anormal wird und also ein bedenkliches Infarktrisiko beginnt.
Es ist klar, dass es sich bei dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Stresstest für Banken&#8221; &#8211; das gehört zur medizinischen Kollektivsymbolik: Infarktgefährdete Patienten müssen eine &#8220;Stress-Echo-Kardiografie&#8221; machen und dabei auf dem Stress-Fahrrad prüfen, wie hoch der Blutdruck bei einer jeweiligen &#8220;Belastung&#8221; steigt. Dafür gibt es ein normales Spektrum und Grenzwerte, wo es anormal wird und also ein bedenkliches Infarktrisiko beginnt.</p>
<p>Es ist klar, dass es sich bei dem Banken-Stresstest um ein bloßes Kollektivsymbol, um eine Diskurs-Blase handelt. Wie es heißt, wird simuliert, wie tief die Eigenkapitaldecke einer Bank bei Annahme eines bestimmten Konjunkturrückgangs sinkt. Der &#8220;Belastung&#8221; entspricht also der Konjunktureinbruch, und die Eigenkapitaldecke soll dem Blutdruck entsprechen. Der Witz ist bloß, dass:</p>
<p>Erstens der wichtigste Indikator die Höhe der Aktienkurse wäre, weil die Banken den größten Teil ihrer Profite einfach durch Aktienkauf (&#8220;Anlage&#8221;) und Wertsteigerung der gekauften Aktien (&#8220;Assets&#8221;) machen. Der Konjunkturverlauf ist damit nur äußerst schwach korreliert.</p>
<p>Zweitens der entscheidende Wert für die &#8220;Gesundheit&#8221; einer Bank eben die Profite und die Profitrate sind (Fehlanzeige in der Simulation).</p>
<p>Drittens alle wirklich wichtigen Daten für Aktienkurse, Profite und Profitrate den &#8220;Simulatoren&#8221; natürlich verborgen sind. Denn unsere &#8220;soziale Marktwirtschaft&#8221; beruht nun mal auf Konkurrenz autonomer Einheiten. &#8220;Transparenz&#8221; wäre zwar für den Normalismus gut, ist aber Gift für den Kapitalismus. Transparenz hieße ja, dass alle Konkurrenten alle &#8216;heißen&#8217; Daten aller Konkurrenten kennen würden, und das wäre ja das Ende der Konkurrenz, wäre &#8220;Sozialismus&#8221;!</p>
<p>Warum also der &#8220;Stresstest&#8221;? Es wird gar nicht verheimlicht: Um das &#8220;Vertrauen&#8221; in die Gesamtheit der Banken so sehr zu erhöhen, dass die Aktienkurse das Niveau von 2007 wieder erreichen, als der Dow bei 14000 stand, während er jetzt um 10000 dümpelt. Sollte dieses Dümpeln anhalten, so würden die Bankenprofite erneut in den Keller gehen, weil sie eben dominant aus steigenden Aktienkursen kommen. Die Kurse müssen also irgendwie wieder zum &#8220;Klettern&#8221; gebracht werden &#8211; es muss wieder &#8220;All Times Highs&#8221; geben, koste es was es wolle.</p>
<p>Deshalb erleben wir augenblicklich eine PR-Großaktion auf allen Kanälen, deren &#8220;Evangelium&#8221; (&#8220;Good News&#8221;) lautet: Die Krise ist abgehakt hurrah! Die Krise ist abgehakt hurrah! usw. Und dazu war der Stresstest ein toller PR-Gag! Jetzt müssten die Aktien also endlich eine Super-Rally &#8220;aufs Parkett legen&#8221;. Und zwar eine &#8220;nachhaltige&#8221;, die auch den immer riskanten Herbst überlebt.  Schaun wir mal.</p>
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		<title>Britta Heidemann erinnert in der Watz-Kultur an die Vorerinnerung (25.6.)</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 08:23:51 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Seite 2 des überregionalen Kulturteils der Watz (wie sie in der &#8220;Vorerinnerung&#8221; geschrieben wird) erschien am 25.6.2010 eine ausführliche (süffig geschriebene) Wegweisung, verfasst von Britta Heidemann, zum Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee&#8221; &#8211; Ergebnis eines Gesprächs mit dem Autor. Es geht dabei auch um das Rhizom-Modell für das Ruhrgebiet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Seite 2 des überregionalen Kulturteils der Watz (wie sie in der &#8220;Vorerinnerung&#8221; geschrieben wird) erschien am 25.6.2010 eine ausführliche (süffig geschriebene) <a title="watz" href="http://www.derwesten.de/kultur/literatur/Juergen-Link-das-Leben-ein-Netzwerk-id3151565.html">Wegweisung,</a> verfasst von Britta Heidemann, zum Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee&#8221; &#8211; Ergebnis eines Gesprächs mit dem Autor. Es geht dabei auch um das Rhizom-Modell für das Ruhrgebiet. Jetzt ist zu hoffen, dass ein paar Leute mehr den Weg ins Rhizom wagen: Die Urlaubszeit könnte das Zeitfenster öffnen.</p>
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		<title>Und noch mal Doppelpack &#8211; im Rahmen der Dortmunder Ringvorlesung Kulturhauptstadt</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Normalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Dortmunder Ringvorlesung &#8220;Jenseits der Kohle. Kulturgeschichte(n) des Ruhrgebiets&#8221; anlässlich des Jahrs der Kulturhauptstadt befasst sich Jürgen Link mit dem Ereignis &#8220;Rheinhausen&#8221; im &#8220;Doppelpack&#8221; (Vortrag kombiniert mit Kurzlesung aus dem Rheinhausen-Kapitel des Romans &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221;, assoverlag Oberhausen).
&#8220;Abstract&#8221;: Der Kampf der Belegschaft von Krupp-Rheinhausen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der Dortmunder Ringvorlesung &#8220;Jenseits der Kohle. Kulturgeschichte(n) des Ruhrgebiets&#8221; anlässlich des Jahrs der Kulturhauptstadt befasst sich Jürgen Link mit dem Ereignis &#8220;Rheinhausen&#8221; im &#8220;Doppelpack&#8221; (Vortrag kombiniert mit Kurzlesung aus dem Rheinhausen-Kapitel des Romans &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221;, assoverlag Oberhausen).</p>
<p>&#8220;Abstract&#8221;: Der Kampf der Belegschaft von Krupp-Rheinhausen Ende 1987/Anfang 1988 wurde in Alltag und Medien als eine Art &#8220;letztes Gefecht&#8221; der klassischen Arbeiterschaft des Ruhrgebiets wahrgenommen. Dabei zeigten die Kampfformen eine Art Janusgesicht zwischen Abgesang und Antizipation. Welche Rolle spielten Basisengagements und welche Betriebsrat und IG Metall? Wie verhielt sich der Konflikt zur politischen Konstellation und warum konnte er isoliert werden? Welche Vorstellungen von &#8220;Normalität&#8221; erwiesen sich als ausschlaggebend?</p>
<p>Dazu sollen zunächst aktualhistorische Daten erinnert und interpretiert werden. Danach folgt eine exemplarische Kurz-Lesung aus dem Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht&#8230;&#8221;</p>
<p>Wann? Donnerstag 8. Juli 2010, 19 Uhr</p>
<p>Wo? Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund (Hansastr. 3)</p>
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		</item>
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		<title>Interview mit der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (BSZ)</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/interview-mit-der-bochumer-stadt-und-studierendenzeitung/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 11:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit seiner Lesung am 15. Juni wird morgen ein Interview mit Jürgen Link in der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (BSZ) erscheinen.
Es lässt heute bereits online lesen.
Die Fragen stelle Rolf van Raden.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zusammenhang mit <a title="Jürgen Link im Doppelpack" href="http://bangemachen.com/2010/neue-lesung-im-doppelpack-kulturhauptstadt-auf-eigene-faust/">seiner Lesung am 15. Juni</a> wird morgen ein Interview mit Jürgen Link in der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (BSZ) erscheinen.</p>
<p><a title="Ruhrgebiet: Keine Metropole" href="http://www.bszonline.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1745:ruhrgebiet-keine-metropole&amp;catid=55:inhalt&amp;Itemid=93" target="_self">Es lässt heute bereits online lesen.</a></p>
<p>Die Fragen stelle Rolf van Raden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Neue Lesung im Doppelpack: &#8220;Kulturhauptstadt auf eigene Faust&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 11:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese an der Ruhr-Universität Bochum Auszüge aus meinem Ruhr-Roman (&#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung. assoVerlag Oberhausen). Darin einmontiert wird ein Kurzessay &#8220;Das Konzept Rhizom&#8221; (bezogen auf das Ruhrgebiet und auf den Roman).
Wann?  Dienstag 15. Juni 2010, 18-20 Uhr
Wo?   Ruhr-Universität Bochum, HZO 60
Mit Diskussion: Ich lade dazu besonders herzlich ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese an der Ruhr-Universität Bochum Auszüge aus meinem Ruhr-Roman (&#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung. assoVerlag Oberhausen). Darin einmontiert wird ein Kurzessay &#8220;Das Konzept Rhizom&#8221; (bezogen auf das Ruhrgebiet und auf den Roman).</p>
<p><strong>Wann?</strong>  Dienstag 15. Juni 2010, 18-20 Uhr</p>
<p><strong>Wo?</strong>   Ruhr-Universität Bochum, HZO 60</p>
<p>Mit Diskussion: Ich lade dazu besonders herzlich ein, trotz Semester- und Schulschluss zu kommen. Ich lese andere Stücke als in den Buchläden und signiere natürlich auch.</p>
<p><a title="Jürgen Link liest an der RUB im Doppelpack" href="http://bangemachen.com/wp-content/uploads/2010/06/Einladung_RUB.pdf">Alle Informationen gibt es hier als druckbares PDF.</a></p>
<p>Jürgen Link</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deserteur Köhler? Welche der Seelen des deutschen V-Trägers ist mutig und welche feige?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 08:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Köhler war Kohls Sherpa auf den Siebener Gipfeln. Offenbar wollte er nun auch den Sherpa am Hindukusch machen. Sherpas sind berühmt für ihre Tapferkeit und ihre Opferbereitschaft: sie retten ihre weißen Herren unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Und nun wird ihm Desertion vorgeworfen.
Es ist wirklich nicht einfach da durchzublicken. Vielleicht kann aber die Lektüre des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Köhler war Kohls Sherpa auf den Siebener Gipfeln. Offenbar wollte er nun auch den Sherpa am Hindukusch machen. Sherpas sind berühmt für ihre Tapferkeit und ihre Opferbereitschaft: sie retten ihre weißen Herren unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Und nun wird ihm Desertion vorgeworfen.</p>
<p>Es ist wirklich nicht einfach da durchzublicken. Vielleicht kann aber die Lektüre des Romans &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221; (assoverlag) da wirklich etwas klären. Dort wird der deutsche V-Träger (Verantwortungs-Träger) auf seinem 3. Versuch begleitet. Dieser deutsche V-Träger leidet an MPD, das heißt Multiple Personality Disorder (nicht zu verwechseln mit NPD): er trägt nicht bloß zwei, sondern viele Seelen in seiner Brust &#8211; so wie Schopenhauers ewig unerlöster Ur-Wille ist er hin und hergerissen: die eine Seele sagt: Hier sind die Zukunftschancen, die andere da. Die eine will an den Hindukusch, die andere woanders hin.</p>
<p>Da wollte die Seele namens Horst als Sherpa mutig die Wahrheit darüber sagen, warum die Bundeswehr am Hindukusch ist (nicht wegen der Seewege: wo ist denn da See? Seewege bezog sich aufs Horn von Afrika! Hindukusch bezog sich auf Instabilität, die unsere Chancen gefährdet). Sicher sah er Kritik voraus, wollte aber als Sherpa seiner Berg-Chefin den Aufstieg zum Hindukusch der mutigen Wahrheit freimachen. Aber die Chefin ließ ihren Sherpa feige im Schnee stehen.</p>
<p>Da griff er zur letzten Möglichkeit eines Sherpas: Wie der Schweizer Held Winkelried zog er alle Speere auf sich und ging mutig in den Opfertod. Und nun werfen die feigen anderen Seelen des V-Trägers ausgerechnet ihm sogar Desertion vor. Wir warten nun auf mutige Seelen, die seine Tat in ihrer tragischen Konsequenz begreifen und jetzt die Chance zum Befreiungsschlag nutzen. Es muss jetzt laut bestätigt werden: Ja, wir sind ein Land dieser Größe. Ja, wir müssen für unsere Chancen und Interessen &#8220;im Zweifel&#8221; auch militärisch aktiv werden wie jetzt am Hindukusch, wo es um Chancen und Stabilität geht. Wir warten jetzt auf einen MUTIGEN BEFREIUNGS-SCHLÄGER.</p>
<p>Oder sollte der Sherpa doch eine Mimose und ein feiger Deserteur sein? Das darf nicht wahr sein.</p>
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		<title>Sondersendung der Ursprünglichen Chaoten</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 15:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenruf der Ursprünglichen Chaoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Frühere Sondermeldungen noch im Ohr, hörten wir eben die Sondersendung zum Rücktritt Horst Köhlers. Alles klang wie ein Fake der Ursprünglichen Chaoten &#8211; aber wir wussten ja, dass wir das nicht gefaket hatten. Wir gehörten ja nicht zu denen, die sein Interview über die Interessen eines Landes unserer Größe und die Rolle der Bundeswehr dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frühere Sondermeldungen noch im Ohr, hörten wir eben die Sondersendung zum Rücktritt Horst Köhlers. Alles klang wie ein Fake der Ursprünglichen Chaoten &#8211; aber wir wussten ja, dass wir das nicht gefaket hatten. Wir gehörten ja nicht zu denen, die sein Interview über die Interessen eines Landes unserer Größe und die Rolle der Bundeswehr dabei als verfassungsfeindlich und lügenhaft mit Kritik überschüttet hatten. Im Gegenteil hatten wir ja Respekt vor seinem Mut zur Wahrheit bekundet. Mit ihm verlieren wir einen großen MdmW, also einen großen Mann der mutigen Wahrheit (die Geschichte des MdmW kann man in dem Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221;, assoverlag Oberhausen, nachlesen; dort sind Zeiten der Krise wie augenblicklich vorerinnert).</p>
<p>Spannend wird es übrigens sein zu sehen, wie die SCHLAGzeitung bei weiterer Eskalation sämtlicher Krisen das Problem lösen wird, eine einzige SCHLAGzeile zu generieren, wenn sozusagen mehrere &#8220;Themen&#8221; sich dazu drängen: LENA oder KÖHLER oder JOGI oder EURO usw.?  Man wird kombinieren müssen: etwa FOLGT LENA KÖHLER NACH? Bleiben Sie dran!</p>
<p>Die Ursprünglichen Chaoten</p>
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		<title>Warum kein Beifall für Köhlers mutigen Beitrag zum &#8220;Diskurs&#8221; über und zur &#8220;Normalität&#8221; in A*?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 16:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle hegemonialen Parteien einschließlich der Grünen fordern seit Yakob Baj nahezu täglich &#8220;Ehrlichkeit&#8221; und &#8220;Mut&#8221; im &#8220;Diskurs&#8221; über Afghanistan. Man müsse auf dieser Basis der Bevölkerung endlich &#8220;überzeugend vermitteln&#8221;, warum die  Bundeswehr dort einen blutigen und zunehmend schmutzigen Krieg führt und nicht im Traum an Abzug denkt. Es gehe dort gar nicht, das müsse man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle hegemonialen Parteien einschließlich der Grünen fordern seit Yakob Baj nahezu täglich &#8220;Ehrlichkeit&#8221; und &#8220;Mut&#8221; im &#8220;Diskurs&#8221; über Afghanistan. Man müsse auf dieser Basis der Bevölkerung endlich &#8220;überzeugend vermitteln&#8221;, warum die  Bundeswehr dort einen blutigen und zunehmend schmutzigen Krieg führt und nicht im Traum an Abzug denkt. Es gehe dort gar nicht, das müsse man heute ehrlich zugeben, um Okzidental-Demokratie und Mädchenschulen, sondern um &#8220;unsere gewachsene Verantwortung&#8221; und um eine absolut &#8220;notwendige Stabilisierung&#8221;.</p>
<p>Offenbar hatte Horst Köhler als oberster politischer Verantwortungs-Träger den (absolut zutreffenden!) Eindruck, dass die Bevölkerung noch etwas genauer wissen möchte, was eigentlich mit &#8220;Verantwortung&#8221; und &#8220;Stabilität&#8221; gemeint ist. Er entschloß sich also (auf dem Rückflug von Afghanistan) mutig zur Ehrlichkeit und übersetzte &#8220;Verantwortung&#8221; und &#8220;Stabilität&#8221; fürs Volk ins Konkrete: &#8220;Alles das heißt, wir haben Verantwortung&#8221; fing er an, und setzte fort: &#8220;ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit&#8221;" müsse wissen, &#8220;dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen&#8221; usw. </p>
<p>Statt den Mut zur Ehrlichkeit zu loben, schreien die Führer der Parteien, die den Krieg in A* und gerade noch seine enorme Eskalation beschlossen haben und allen voran der Erz-Konverter (zum Begriff s.u.) Jürgen Trittin, die Bundeswehr führe keine Wirtschaftskriege. Dabei hat Köhler das mögliche kleine Missverständnis sofort klargestellt: In A* führt die Bundeswehr Krieg, &#8220;um ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen&#8221; &#8211; und für &#8220;freie Handelswege&#8221; kämpft die Bundeswehr augenblicklich vor allem am Horn von Afrika. Was ist daran falsch? Trittin hat beide Kriege mit beschlossen!</p>
<p>Wenn Köhlers Partner also undankbar und unfair sind, sollten wir Kriegsgegner Fairness beweisen: Mit &#8220;einem Land unserer Größe&#8221; kann Köhler nicht die Bevölkerungszahl gemeint haben: Wie im Appell &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; genau quantifiziert wird, bringt Deutschland momentan noch (!) 1,2% der Weltbevölkerung auf und ist damit (noch!) das 16. Land im Ranking (sehr bald wird es stark abrutschen). Also kann Köhler mit &#8220;Größe&#8221; nicht die Bevölkerung, sondern nur die Kapitalstärke gemeint haben. Auf dieser Basis sind &#8220;wir&#8221; 3.größtes Land der G 7 (oder eigentlich als europäischer Hegemon schon 2.größtes), und niemand weiß das besser als Köhler, der seine Karriere als Kohls &#8220;Sherpa&#8221; auf den damaligen G 7-Treffs begann und dann im IWF fortsetzte. Niemand versteht besser als er, wie &#8220;unsere Chancen&#8221; (d.h. die Gewinnaussichten unseres Kapitals) von der &#8220;Instabilität ganzer Regionen&#8221; negativ beeinflusst werden können. Also dass &#8220;im Zweifel, im Notfall&#8221; die Bundeswehr &#8220;stabilisieren&#8221; muss &#8211; was sie in A* tut.</p>
<p>Mit Köhlers mutigem Statement ist nun auch noch der letzte Punkt des Appells &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221;, der von einigen Friedensfreunden als überzogen eingeschätzt wurde, offiziell: Die Bundeswehr ist dort, weil &#8220;ein Land unserer Größe&#8221; (sprich: eine Groß- und Weltmacht) &#8220;im Zweifel&#8221; (!!) auch militärisch präsent sein muss, wenn es um die &#8220;Stabilisierung ganzer Regionen&#8221; geht. Aus keinem anderen Grunde. Weil er das mutig gesagt hat, kriegt er jetzt Prügel vom Erzkonverter Trittin.</p>
<p>&#8220;Erzkonverter&#8221;: der Begriff &#8220;Konverter&#8221; wird in dem Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221; (assoverlag Oberhausen) näher erklärt. (Jürgen Trittin kämpfte einstmals mutig gegen den Marsch der Bundeswehr in die weite Welt und konkret gegen die öffentlichen Gelöbnisse.)</p>
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		<title>Das &#8220;gezielte Töten&#8221; der Nato in A*: gesteuert von gezielten Fehl-Denunziationen</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/das-gezielte-toten-der-nato-in-a-gesteuert-von-gezielten-fehl-denunziationen/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 11:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie im Appell &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; erklärt,  beruhen die massiven &#8220;gezielten Tötungen&#8221; der Spezial- und teils auch Normalkräfte der Nato (Isaf) selbstverständlich auf Denunziationen afghanischer Informanten an die westlichen Geheimdienste, darunter den BND. Das läuft nach dem Mechanismus: Stell dir vor, es ist schmutziger Krieg in Afghanistan und du bist Informant der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im Appell &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; erklärt,  beruhen die massiven &#8220;gezielten Tötungen&#8221; der Spezial- und teils auch Normalkräfte der Nato (Isaf) selbstverständlich auf Denunziationen afghanischer Informanten an die westlichen Geheimdienste, darunter den BND. Das läuft nach dem Mechanismus: Stell dir vor, es ist schmutziger Krieg in Afghanistan und du bist Informant der Nato: Dann hast du nicht bloß Geld, sondern kannst auch alle Leute, die dich ärgern, aus dem Weg schaffen: Anruf bei der Nato genügt.</p>
<p>Dass dieser Mechanismus tatsächlich so und nicht anders funktioniert, wird <a title="anruf" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694873,00.html">inzwischen an exemplarischen Fällen bestätigt. </a>Es ist ja auch kein Wunder in einem Land mit starken Gegensätzen der Sprache, der Stämme und besonders der Machtkartelle von Warlords. Da die Nato (und auch die Bundeswehr) die Paschtunen pauschal im Verdacht hat, mit den Taliban zu sympathisieren, werden als Informanten vor allem Nicht-Paschtunen angeheuert, die also freie Bahn für Rachakte haben.</p>
<p>Nach den Recherchen von Marc Thörner (Afghanistan Code, S. 140ff.) waren die Toten und Verstümmelten des von der Bundeswehr befohlenen Luftschlags bei Yakob Baj vom 4. September 2009 ebenfalls paschtunische Opfer der Rache nicht-paschtunischer (tadschikischer) Informanten des BND.</p>
<p>Dieser Krieg der Bundeswehr ist also nicht bloß irrational, sondern auch völkerrechtlich und ethisch alles andere als &#8220;sauber&#8221;.</p>
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		<title>Diskurswerkstatt erinnert den neuen Landtag</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 13:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>

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		<description><![CDATA[Während der mediopolitische Diskurs mit Farbspielen beschäftigt ist, hat die Diskurswerkstatt Bochum-Dortmund die neuen NRW-Abgeordneten an eine überfällige &#8220;Hausaufgabe&#8221; erinnert: Es geht darum, drei unschuldige Opfer des Archipel Guantánamo aufzunehmen, damit sie nach dem jahrelangen KZ-Horror noch ein Leben führen können. Sie haben nachweislich keine Verbrechen begangen und niemand kann ernsthaft befürchten, dass von ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während der mediopolitische Diskurs mit Farbspielen beschäftigt ist, hat die Diskurswerkstatt Bochum-Dortmund die neuen NRW-Abgeordneten an eine überfällige &#8220;Hausaufgabe&#8221; erinnert: Es geht darum, drei unschuldige Opfer des Archipel Guantánamo aufzunehmen, damit sie nach dem jahrelangen KZ-Horror noch ein Leben führen können. Sie haben nachweislich keine Verbrechen begangen und niemand kann ernsthaft befürchten, dass von ihnen künftig eine Gefahr ausgeht.</p>
<p>Imgrunde geht es um eine kleine Sache &#8211; aber sie hat auch eine symbolische Bedeutung. Das System der geheimen und obskuren (zappendunklen) CIA-Verliese, das in einer völlig rechtsfreien Zone funktioniert (weshalb z.B. Giorgio Agamben nicht in die USA reist, solange dieses System auch unter Obama weiter existiert), muss ja schon allein statistisch auch Unschuldige treffen. Es gehört daher zum System der rechtsfreien &#8220;gezielten Tötungen&#8221; und Drohnen-Exekutionen, z.B. in Afghanistan. Dort sind &#8220;wir&#8221; (d.h. die Bundeswehr) teils schon in dieses System verstrickt, teils auf der Kippe dazu. Gerade meldet sogar das den Nato-Regierungen weitgehend verpflichtete Internationale Komitee von <a title="baghram" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694362,00.html" target="_blank">Roten Kreuz , dass der CIA-Archipel in Baghram bei Kabul </a>trotz allen sicher ehrlich guten Willens des Menschen Barack Obama &#8216;ungestört&#8217; weiter funktioniert.</p>
<p><strong><a href="http://bangemachen.com/wp-content/uploads/2010/05/Offener_Brief_an_den_Landtag.pdf" target="_blank">Hier geht es zum offenen Brief der Diskurswerkstatt Bochum-Dortmund!</a></strong></p>
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		<title>Vortrag im Atelierhaus Essen-Steele</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/vortrag-im-atelierhaus-essen-steele/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 08:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interdiskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Einladung von Doris Schöttler-Boll hält Jürgen Link einen Abendvortrag zum Thema:
Wo eigentlich liegt das Feld der Künste? Überlegungen zu ihrer diskursiven Verortung im Dreieck Bourdieu-Luhmann-Foucault.
Wann? 
Freitag, 7. Mai, 20 Uhr
Wo?
Atelierhaus Alte Schule Essen-Steele, Äbtissinnensteig 6
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung von Doris Schöttler-Boll hält Jürgen Link einen Abendvortrag zum Thema:</p>
<p>Wo eigentlich liegt das Feld der Künste? Überlegungen zu ihrer diskursiven Verortung im Dreieck Bourdieu-Luhmann-Foucault.</p>
<p>Wann? </p>
<p>Freitag, 7. Mai, 20 Uhr</p>
<p>Wo?</p>
<p>Atelierhaus Alte Schule Essen-Steele, Äbtissinnensteig 6</p>
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		<title>&#8220;Monitor&#8221; bestätigt Afghanistanappell</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/monitor-bestatigt-aghanistanappell/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 14:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Monitor-Sendung Nr. 605 vom 22.4.2010 wurde klar, dass inzwischen sogar ein hegemoniales Medium und höchste internationale hegemoniale Instanzen wie das Internationale Komitee von Roten Kreuz (CICR) in Genf wesentliche Punkte des Appells &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; bestätigen.
Sowohl in der Moderation von Sonja Seymour Mikich wie in den Dokumenten von Markus Schmidt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Monitor-Sendung Nr. 605 vom 22.4.2010 wurde klar, dass inzwischen sogar ein hegemoniales Medium und höchste internationale hegemoniale Instanzen wie das Internationale Komitee von Roten Kreuz (CICR) in Genf wesentliche Punkte des <a href="http://www.afghanistanappell.de" target="_blank">Appells &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; bestätigen.</a></p>
<p>Sowohl in der Moderation von Sonja Seymour Mikich wie in den Dokumenten von Markus Schmidt, Christoph Heinzle, Andreas Orth und Kim Otto ging es endlich in aller Deutlichkeit um die taktische Speerspitze des ganzen ISAF- und Bundeswehreinsatzes: das &#8220;gezielte Töten&#8221; nach geheimen sogenannten &#8220;c/k-Listen&#8221; (capture or kill). ( Dieser Begriff des &#8220;gezielten Tötens&#8221;, der bei den Prokriegsparteien des Bundestags nie in den Mund genommen wird, ist hiermit nicht länger Tabu in der öffentlichen Diskussion.)</p>
<p>Es wurde belegt: In der deutschen Zone finden routinemäßig &#8220;gezielte Tötungen&#8221; durch US-Special Forces statt. Dokumentiert wurde ein nächtliches Massaker in Iman Said am 22.3. 2010. Ein afghanischer Mitarbeiter des DED kommentierte mehrere Leichen als &#8220;völlig harmloser Mensch ohne jede Schulbildung&#8221; bzw. &#8220;etwas geistig zurückgebliebener Mensch&#8221;. Dann der Armeesprecher: &#8220;Es waren alles legitime Ziele, die wir durch spezifische Aufklärung aus mehreren Quellen als Kontaktleute von Al Qaida identifiziert hatten.&#8221; Das von der Bundeswehr befohlene Massaker von Yakob Baj vom 4.9.2009 wurde dann als imgrunde zweifelsfreier Fall von &#8220;gezielter Tötung mit Kollateralschäden&#8221; eingeordnet (vom Internationalen Roten Kreuz befragte Zeugen: [mindestens] 18 Kinder und Jugendliche als Opfer).</p>
<p>Sogar Nils Melzer vom CICR in Genf  (der imgrunde NATO-Mächte nicht kritisieren darf) äußerte &#8220;große Sorge&#8221; über die &#8220;gezielten Tötungen&#8221;. Der Völkerrechtler Tomuschat von der HU rang sich dagegen zu einem klaren &#8220;Ja, ein Kriegsverbrechen&#8221; durch.</p>
<p>Drei Punkte sind zu ergänzen, die (bisher) im hegemonialen Bereich noch Tabu sind:</p>
<p>1. Das systematische &#8220;gezielte Töten&#8221; beruht ganz und gar, wesentlich und strukturell auf einem geheimdienstlichen Denunziationssystem für Belohnung mit Geld, zu dem die Interventen keinen direkten sprachlichen und kulturellen Zugang haben. Es besteht dabei demnach ein sehr, sehr hohes Risiko, dass die &#8220;Informationsquellen&#8221; (siehe oben) ethnische, religiöse und andere gruppenspezifische (etwa Feindschaft zwischen Clans) Motive für Denunziationen einsetzen. Das ist vielfach belegt (s. dazu Marc Thörner, &#8220;Afghanistan-Code&#8221;, zum Fall Yakob Baj). Damit verstößt das &#8220;gezielte Töten&#8221; nach geheimdienstlichen Denunziationen immer und grundsätzlich gegen selbst ein völlig überzogenes &#8220;Kriegsvölkerrecht&#8221;, weil immer und grundsätzlich Zweifel angebracht sind, ob es sich auch nur um &#8220;feindliche Kämpfer&#8221; (zu schweigen von Kombattanten oder Terrorverdächtigen, die niemals außerhalb einer akuten Gefahr einfach liquidiert werden dürfen) handelt. Das darf ein Angestellter des CICR natürlich nicht sagen.</p>
<p>2. Ob &#8220;gezieltes Töten&#8221; überhaupt mit dem Kriegsvölkerrecht vereinbar ist, ist keineswegs bereits völkerrechtlicher &#8220;mainstream&#8221; &#8211; es ist noch ganz kontrovers.</p>
<p>3. Die Monitorsendung hat den absurden Widerspruch zwischen der von der Bundeswehr nun auch ganz offen übernommenen Counterinsurgency-Eskalationsstrategie einerseits und den angeblichen Gründen für das &#8220;Engagement&#8221; anderseits (&#8220;Stabilisierung&#8221; Afghanistans, Schutz Deutschlands vor Terror aus Afghanistan) überzeugend herausgearbeitet. In dieser Perspektive erschienen Merkel und Guttenberg (SPD und Grüne kamen außer Nouripour nicht vor) als völlig irrational und schizophren. Das sind sie aber nicht, wenn der wahre Grund für ihr &#8220;Engagement&#8221; ein  anderer ist (wie es der Afghanistanappell sagt): Um &#8220;ganz vorne in der 1. Welt-Liga spielen&#8221; zu können, d.h. einen Platz unter den führenden Weltmächten zu behaupten, muss Deutschland beweisen, dass es inzwischen auch einen Counterinsurgency-Krieg (also einen Anti-Guerillakrieg) führen kann. Sonst ist man &#8220;zweitklassig&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.afghanistanappell.de" target="_blank">Der Afghanistanappell steht weiter zur Unterzeichnung bereit.</a></p>
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		<title>Ausbildung</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/ausbildung/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 09:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenruf der Ursprünglichen Chaoten]]></category>

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		<description><![CDATA[(Karl Kraus zum Gedächtnis)
Die Bundeswehr, das wissen Fatz wie Tatz
Stellt Ausbilder und bildet im Galopp
Jetzt Azubis von Karzai aus, hopphopp!
Professionell, sonst ist es für die Katz.
Sie üben also friedlich einen Kampfeinsatz
Natürlich realistisch on the job
Damits nicht wird am Ende nochen Flop,
Sind echte Taliban der Feind bei dieser Hatz.
Doch diese hinterhältig feigen Taliban
Verüben einen Anschlag auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Karl Kraus zum Gedächtnis)</p>
<p><strong>Die</strong> Bundeswehr, das wissen Fatz wie Tatz</p>
<p>Stellt Ausbilder und bildet im Galopp</p>
<p>Jetzt Azubis von Karzai aus, hopphopp!</p>
<p>Professionell, sonst ist es für die Katz.</p>
<p><strong>Sie</strong> üben also friedlich einen Kampfeinsatz</p>
<p>Natürlich realistisch on the job</p>
<p>Damits nicht wird am Ende nochen Flop,</p>
<p>Sind echte Taliban der Feind bei dieser Hatz.</p>
<p><strong>Doch</strong> diese hinterhältig feigen Taliban</p>
<p>Verüben einen Anschlag auf die Bundeswehr</p>
<p>Mitten im Friedenstraining spieln sie Krieg.</p>
<p><strong>In </strong>ihrem dumpfen Fanatismuswahn</p>
<p>Schießen sie feige quer und spieln nicht fair</p>
<p>Versaun der Wehr den Aufstieg in die Champions League.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Guttenberg bestätigt den Afghanistanappell: Also jetzt weiter unterzeichnen!</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/guttenberg-bestatigt-den-afghanistanappell-also-jetzt-weiter-unterzeichnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 10:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivsymbolik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun kann niemand mehr daran zweifeln, worin die &#8220;neue Strategie&#8221; der Bundeswehr in A* besteht: im Eskalationskurs. Baron Guttenberg, der zuständige Minister und heimliche Super-Außenminister, verkündet gemeinsam mit dem neuen Generalissimus Wieker an der Front in Kundus die Aufrüstung mit schwerer Artillerie (Panzerhaubitzen 2000), weiteren Gefechtspanzern (Marder), Hubschraubern u.a.
Wenn man den Kontext verstehen will, muss man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun kann niemand mehr daran zweifeln, worin die &#8220;neue Strategie&#8221; der Bundeswehr in A* besteht: im Eskalationskurs. Baron Guttenberg, der zuständige Minister und heimliche Super-Außenminister, verkündet gemeinsam mit dem neuen Generalissimus Wieker an der Front in Kundus die Aufrüstung mit schwerer Artillerie (Panzerhaubitzen 2000), weiteren Gefechtspanzern (Marder), Hubschraubern u.a.</p>
<p>Wenn man den Kontext verstehen will, muss man (so unglaublich das klingt) das als Sensation präsentierte Buch &#8220;Unter Beschuss. Warum Deutschland in Afghanistan scheitert&#8221; des jungen Bundeswehr-Politologen Marc Lindemann lesen, in dem dieses Eskalationsprogramm zuvor in allen Einzelheiten (genau die gleichen Waffensysteme) vorgeschlagen worden war. Lindemann war zwar nicht ein bloßer Journalist, sondern über längere Zeit bei der militärischen Aufklärung (Geheimdienste) in Afghanistan eingesetzt, aber trotzdem: Wedelt hier etwa der Schwanz mit dem Hund?</p>
<p>Wohl kaum: Eher ist anzunehmen, dass Lindemann für &#8220;Entscheider&#8221; sprach, die ihr Programm im Vorfeld lancieren wollten. Dafür spricht auch die offene, geradezu höhnische Polemik Lindemanns gegen Guttenbergs und Wiekers Vorgänger Jung und Schneiderhan. Obwohl es sicher interessant wäre, über die Auseinandersetzungen in der Generalität auch interpernal-interaktionistische Informationen zu haben, lässt sich darüber natürlich nur spekulieren.</p>
<p>Wichtig ist das Programm, das bei Lindemann im Klartext nachzulesen ist. Sein Untertitel soll natürlich gelesen werden: Deutschland darf auf keinen Fall in A* scheitern. Es muss bei den Siegern dieses Krieges sein. Warum? Weil sonst die Terroristen auch Deutschland bedrohen. Da zeigt sich eine Art Erklärungsnotstand dieses durchaus nicht dummen Autors. Warum? Weil er den eigentlichen Grund, der im Appell &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; genannt wird, nicht offen proklamieren kann: Weil Deutschland seine Rolle als eine der führenden Weltmächte, als ein Mitglied der inoffiziellen &#8220;Welt-Junta&#8221; unbedingt behaupten und ausbauen muss.</p>
<p>Was so nicht offen gesagt werden kann, wird kollektivsymbolisch aber völlig unmissverständlich eingestanden: Mittels des Fußball-Ligen-Symbols. Fast ununterbrochen beklagt Lindemann, dass die Bundeswehr, wenn sie so weiter macht, auf &#8220;Kreisliganiveau&#8221; bleiben und nie auf das Niveau der &#8220;1. Liga&#8221; aufsteigen könne. Diese Trainer-Understatements, um die Jungs zum äußersten anzuspornen, kennen wir schließlich.</p>
<p>Dazu passt auch das ständig propagierte Vorbild USA: Natürlich sind &#8220;wir&#8221; keine Supermacht und nicht Number One &#8211; aber ein bisschen sollten &#8220;wir&#8221; uns schon zusammenreißen. Wenn nun die USA die Großoffensive in der deutschen Zone eröffnen, können &#8220;wir&#8221; doch nicht in &#8220;unserer eigenen Zone&#8221; in den Basislagern bleiben und zukucken! Wie sieht das denn aus? Also voll eskalationsfähig werden! Ohne Rücksicht auf das Geld, das das kostet (Geld wird nie quantifiziert, bloß immer noch viel mehr als absolut notwendig gefordert).</p>
<p>Und damit wir uns auf der Zunge zergehen lassen können, was es heißt, wenn Guttenberg dieses Programm wirklich in allen konkreten Forderungen jetzt nachzubuchstabieren scheint, noch etwas O-Ton Lindemann:</p>
<p>&#8220;Die Panzerhaubitze 2000 wäre ein guter Anfang. Sie würde dafür sorgen, dass sich jeder Angreifer in einem Umkreis von 40 Kilometern reiflich überlegen muss, ob er wirklich bereit ist, ins Paradies einzutreten. Seine Chancen darauf würden sich nämlich beim Abfeuern einer BM-1 potenzieren. Um die Risiken von Kollateralschäden zu minimieren, könnte die Truppe vor Ort auch ganz offen mit der Gefahr für die Bevölkerung umgehen. Es könnten Laufzettel mit Warnhinweisen verteilt werden, die vom Aufenthalt in den bekannten Raketenabschussräumen zu gewissen Uhrzeiten abraten. Sogar Karten wären denkbar, in denen die gefährdeten Bereiche rot markiert werden. Natürlich [!!] lässt sich die grundsätzliche Gefahr, auch Unschuldige zu treffen, niemals ausschließen. Doch letztlich hängt auch das Wohl der afghanischen Bevölkerung davon ab, ob es uns gelingt, die Aufständischen zur Aufgabe zu bringen.&#8221; (Seite 118)</p>
<p>Jetzt sind wir gespannt, ob demnächst auch tatsächlich solche Handzettel (für Analfabeten!) in der deutschen Zone verteilt werden. Soviel ist klar: Indem Guttenberg-Wieker Lindemanns Vorschläge angenommen haben, ist der Afghanistanappell definitiv bestätigt: Ja, die Bundeswehr führt einen Anti-Guerillakrieg mit Eskalationsstrategie. Ja, sie führt ihn primär, um ihre &#8220;Erstligafähigkeit&#8221; zu beweisen.</p>
<p><a title="Afghanistanappell" href="http://www.afghanistanappell.de/" target="_blank"><strong><span style="color: #ff0000;">Der Appell kann hier weiter unterzeichnet werden.</span></strong></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesung aus dem Roman und politischer Impuls im Kombipack</title>
		<link>http://bangemachen.com/2010/lesung-aus-dem-roman-und-politischer-impuls-im-kombipack/</link>
		<comments>http://bangemachen.com/2010/lesung-aus-dem-roman-und-politischer-impuls-im-kombipack/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 09:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Einladung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) liest Jürgen Link die Simulation vom UDD (Unbekannter deutscher Deserteur) aus seinem Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221; (assoverlag Oberhausen). In dieser Simulation haben sich die &#8220;ursprümglichen Chaoten&#8221;, die Schreiber des Textes, einen künftigen Antiguerillakrieg der Bundeswehr in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) liest Jürgen Link die Simulation vom UDD (Unbekannter deutscher Deserteur) aus seinem Roman &#8220;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung&#8221; (assoverlag Oberhausen). In dieser Simulation haben sich die &#8220;ursprümglichen Chaoten&#8221;, die Schreiber des Textes, einen künftigen Antiguerillakrieg der Bundeswehr in einem Land A* vorgestellt &#8211; rechtzeitig, um ihn zu verhindern. Dazu gehört die Geschichte vom UDD.</p>
<p>Inzwischen findet ein solcher Krieg in einem anderen Lande A* tatsächlich statt &#8211; ohne dass man bisher von einem Deserteur gehört hätte. Deshalb das Kombipack: Im politischen Impuls werden einige Spezifika des gemeinsamen Appells von DISS-journal, kultuRRevolution und AMOS &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; erläutert und zur Diskussion gestellt.</p>
<p>Wann?</p>
<p>Mittwoch, 21. April 2010, 17 Uhr</p>
<p>Wo?</p>
<p>DISS, Siegstraße 15, Duisburg</p>
<p>Alle Interessentinnen sind herzlich eingeladen.</p>
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		<title>Ach &#8220;Normales Deutschland&#8221;!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Normalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Osterausgabe der Fatz (3.4.2010) ist mit einem Coverbild aufgemacht, das eine Dornenkrone darstellt, die aber in eine Art Triumphsonne hinein zu explodieren scheint. Die Kollektivsymbolik kann auf den ersten Blick ein wenig kryptisch erscheinen, wird aber vielleicht durch das umgebende Textmaterial deutlicher: Unter dem Bild schlägt die Schlagzeile &#34;Drei Bundeswehrsoldaten in schweren Gefechten gefallen.&#34; Rechts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Osterausgabe der Fatz (3.4.2010) ist mit einem Coverbild aufgemacht, das eine Dornenkrone darstellt, die aber in eine Art Triumphsonne hinein zu explodieren scheint. Die Kollektivsymbolik kann auf den ersten Blick ein wenig kryptisch erscheinen, wird aber vielleicht durch das umgebende Textmaterial deutlicher: Unter dem Bild schlägt die Schlagzeile &quot;Drei Bundeswehrsoldaten in schweren Gefechten gefallen.&quot; Rechts eine Glosse &quot;Gefallen&quot;, und darunter der Leitartikel &quot;Normales Deutschland&quot; von Klaus-Dieter Frankenberger, einem der Startenöre der Fatz. Darin wird eine, wie es heißt, nur angeblich neue &quot;egoistische&quot; Berliner Politik gegenüber den europäischen Partnern (besonders Griechenland) und am Hindukusch vehement verteidigt. &quot;ein kühler, eng an deutschen Interessen orientierter Pragmatismus der Kanzlerin Merkel&quot; wird gegen Einwände des Auslands in Schutz genommen, und die Anklage, &quot;Deutschland denke nicht mehr europäisch, sondern, eben, deutsch&quot;, wird teilweise bestätigt, aber verteidigt. Im Klartext: &quot;Jene, welche die Europapolitik früherer Bundesregierungen romantisieren, übersehen zweierlei: Geschichte steht nicht still. Das Deutschland der 16 Bundesländer ist nicht mehr das vor der Wiedervereinigung.&quot;</p>
<p>Diese Positionsklärung stützt sich nun auf den Begriff der &quot;Normalität&quot;: Die deutsche Bevölkerung sei &quot;(fast) so normal oder selbstbezogen oder europanörglerisch wie jede andere auch&quot; und die Regierung sei doch schließlich ständig von den anderen westlichen Regierungen aufgefordert worden, &quot;historisch begründete Selbstbeschränkungen aufzugeben und selbstbewusst seine Interessen zu vertreten. Also normal zu werden.&quot;  Insgesamt wird &quot;normal&quot; von Frankenberger demnach im Sinne von &#8216;legitim national-egoistisch&#8217;  verwendet. Das kann nun doch nicht einfach so stehen bleiben.</p>
<p>Wie im &quot;Versuch über den Normalismus&quot; (4. Aufl. Göttingen 2009, Vandenhoeck und Ruprecht) ausgeführt, wird der Begriff der Normalität zwar gerade im mediopolitischen Diskurs als leere Sprechblase und meistens geradezu paralogisch verwendet, besitzt aber einen historischen Kern, dessen Konzept systematisch entwickelt werden kann. Dabei geht es, kurz gesagt, um die Mittelzonen von massenhaften sozialen Erscheinungen: Bei Körpergröße, -gewicht, -stärke usw. liegen die Mittelwerte im &quot;normal range&quot;, während Riesen und Zwerge anormal sind. Ähnlich ist es bei IQ, bei der Sexfrequenz usw. Im soziopolitischen Bereich gibt es demnach drei Dimensionen, wo sich sinnvoll von Normalität sprechen lässt: die Verteilung des Lebensstandards (breite Mitte, wenige Reiche oben und wenige Arme unten), die Verteilung des Wissens (&quot;Bildung&quot;) und die des Wahlverhaltens (starke &quot;Mitte&quot; vs. mickrige &quot;Extreme&quot;). In allen drei Dimensionen hat die &quot;Berliner&quot; Politik Denormalisierung (Abbau von Normalität) betrieben: &quot;Reformen&quot;, Zweidrittelgesellschaft, Explosion der Armut, Aufblasen der Spitze, Schrumpfen der Mitte &#8211; bei den Wahlen als konsequente Folge: Kollaps der &quot;linken Mitte&quot; sprich SPD.</p>
<p>Von all dem schweigt des Startenors Herrlichkeit &#8211; ihm geht es nur um die Außenpolitik. Und da ordnet er das Berliner Deutschland mal wieder als &quot;Mittelmacht&quot; ein, obwohl er im gleichen Atemzug feststellt, es könne keine &quot;große Schweiz&quot; sein (gemeint: militärisch abstinent). Das heutige Deutschland, dass seine Hegemonie in Europa voll ausreizt und das militärisch vom Balkan übers Horn von Afrika bis zum Hindukusch &quot;in der Fläche präsent&quot; ist, eine &quot;Mittelmacht&quot;? (Womit &quot;Normalität&quot; assoziierbar wäre.) Obwohl der Artikel für Ehrlichkeit plädiert, macht er sich hier einer grotesken Vertuschung schuldig. &quot;Mittelmacht&quot;? Das wäre im Ranking der 200 Stasten etwa eine Position im 20er oder 30er Bereich! Da lachen unsere griechischen oder französischen Freunde schallend. Man kann (und sollte) mit ihnen das Spiel spielen: &quot;Top ten? Top five? Top three?&quot;</p>
<p>Und das bedeutet: Abgesehen davon, dass 200 eine viel zu kleine Grundgesamtheit ist, um darin eine belastbare &quot;Normalität&quot; zu bestimmen, spielt dieses &quot;normale Deutschland&quot; eben in der Spitze der 1. Welt-Liga! Mindestens unter den Top five &#8211; und das ist nicht nur alles andere als normal &#8211; es ist der rundum durchschlagende Raketenmotor, der &quot;dieses unser geliebtes Vaterland&quot;, inzwischen flächendeckend schwarz-rot-gold beflaggt, überall dort, wo es wirklich um Normalität geht, immer tiefer in die Denornalisierung treibt. Wenn nicht&#8230; Ach wenn nicht!</p>
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		<title>Fünf Azubis und drei Ausbilder in A* verunglückt</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 11:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[So steht das nicht in unseren Medien, müsste aber konsequenterweise! Statt dessen heißt es: Drei Fallschirmjäger der Bundeswehr seien in eine feige und heimtückische Falle der Taliban gelockt worden, und fünf afghanische Karzai-Soldaten seien einem tragischen Irrtum zum Opfer gefallen und im friendly fire der Bundeswehr umgekommen.
Tatsächlich handelt es sich um die ersten größeren Todesopfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So steht das nicht in unseren Medien, müsste aber konsequenterweise! Statt dessen heißt es: Drei Fallschirmjäger der Bundeswehr seien in eine feige und <a title="falle" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,687165,00.html" title="falle">heimtückische Falle der Taliban </a>gelockt worden, und fünf afghanische Karzai-Soldaten seien einem tragischen Irrtum zum Opfer gefallen und im <a title="fire" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,687153,00.html" title="fire">friendly fire der Bundeswehr </a>umgekommen.</p>
<p>Tatsächlich handelt es sich um die ersten größeren Todesopfer einer Offensive der Bundeswehr, die nach dem amerikanischen Modell von McChrystal (&quot;Clear and Hold&quot;) versucht, von &quot;Aufständischen&quot; kontrollierte Gebiete gewaltsam zu erobern. Nur haben die deutschen Interventionspolitiker (einschließlich der rot-grünen) diese Realität mittels ihres Newspeak in einer Weise vertuscht, gegen die die Vertuschungspraxis der katholischen Kinderquäler fast noch harmlos erscheint, weil es in A* um nicht weniger als um Leben und Tod geht.</p>
<p>Deshalb ein kurzer Crashkurs in Bundeswehr-Newspeak:</p>
<p>Offensive mit massiver Feuerkraft = &quot;mehr Präsenz in der Fläche&quot;</p>
<p>Gemeinsame Offensive mit Karzai-Soldaten = &quot;Ausbildung&quot;</p>
<p>offensive deutsche Kampftruppen = &quot;Ausbilder&quot;</p>
<p>offensive Karzai-Truppen = &quot;Auszubildende&quot;</p>
<p>Wenn der Volksmund sagt: &quot;Sie wollen uns dumm sterben lassen&quot;, so meint er das meistens nur metaphorisch. In A* ist das Dumm-Sterben dagegen bitterer Ernst: auf allen Seiten. (Übrigens: Die taz bringt die Nachricht kommentarlos im Newspeak unter Fernerliefen und macht groß mit dem osterfröhlichen Appell auf, den Garten auf Frühling zu trimmen.)</p>
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		<title>Neues vom Geist der Drohnen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 13:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Drohnen der Bundeswehr in Afghanistan &#34;geben den Geist auf&#34;! Die alten kleinen, aus deutschem Eigenbau, sämtlich bei 40 Grad Celsius &#8211; und nun auch die erste von drei großen Drohnen vom Typ &#34;Heron&#34; aus israelischer Produktion: gleich bei der esten Probe zu Schrott gelenkt! Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass die &#34;Hero(i)n&#34;-Drohnen nicht gekauft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="drohne" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,686909,00.html" title="drohne">Die Drohnen der Bundeswehr in Afghanistan &quot;geben den Geist auf&quot;! </a>Die alten kleinen, aus deutschem Eigenbau, sämtlich bei 40 Grad Celsius &#8211; und nun auch die erste von drei großen Drohnen vom Typ &quot;Heron&quot; aus israelischer Produktion: gleich bei der esten Probe zu Schrott gelenkt! Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass die &quot;Hero(i)n&quot;-Drohnen nicht gekauft, sondern geleast sind (für 110 Millionen Euro). Und zwar für 3 Jahre! Das zeigt, wie ernst die Stäbe ihre angeblich ja allein entscheidungsbefugte &quot;Politik&quot; nehmen! Die &quot;Politik&quot; verspricht doch einen &quot;Exit&quot; schon vom nächsten Jahr ab; sie entscheidet doch jeweils bloß für ein weiteres Jahr. Aber was bleibt ihr noch übrig, wenn die Generäle schon auf 3 Jahre ausgeleast sind? Natürlich die Verantwortung!</p>
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		<title>Afghanistanappell: Werkstatt-Treff und weiter</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 19:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Drones'n'Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die spezifischen Aspekte des Appells &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; analytisch zu vertiefen, fand am 6. März 2010 im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer in Bochum ein Werkstatt-Treff mit 30 Teilnehmenden statt. Lebhaft diskutierte Impuls-Referate von Andreas Zumach, Tobias Pflüger, Margarete und Siegfried Jäger, Johannes Weissinger und Jürgen Link arbeiteten die Besonderheiten dieses &#8220;Kriegs der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die spezifischen Aspekte des Appells &#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221; analytisch zu vertiefen, fand am 6. März 2010 im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer in Bochum ein Werkstatt-Treff mit 30 Teilnehmenden statt. Lebhaft diskutierte Impuls-Referate von Andreas Zumach, Tobias Pflüger, Margarete und Siegfried Jäger, Johannes Weissinger und Jürgen Link arbeiteten die Besonderheiten dieses &#8220;Kriegs der Drohnen und Drogen&#8221; und des Anteils der Bundeswehr daran heraus. Die Beiträge werden in Heft 58 der &#8220;kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie&#8221; nachzulesen sein. kRR, AMOS und DISSjournal wollen diese analytische Arbeit schwerpunktmäßig weiterführen und laden dazu weitere Zeitschriften und einzelne Personen zur Mitarbeit ein (Zeitschrifteninitiative <a href="http://www.afghanistanappell.de">&#8220;Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan&#8221;</a>).</p>
<p>Der Text des Appells wurde im Konsens um einen kleinen Zusatz zur Forderung nach &#8220;umgehendem&#8221; Rückzug der Bundeswehr erweitert. Der nun gültige definitive Text kann im Netz (<a href="http://www.afghanistanappell.de">Afghanistanappell.de</a>) nachgelesen werden. Um der Zeitschrifteninitiative innerhalb des Netzes der Friedensgruppen zusätzliche Aufmerksamkeit zu verleihen, bitten wir um weitere Unterschiften und ggf. weitere Spenden für die Anzeige im &#8220;Freitag&#8221; (wir gehen davon aus, dass die kleine Erweiterung im Sinne der bisherigen UnterzeichnerInnen ist, die also stillschweigend zustimmen können).</p>
<p>Für die weitere analytische Arbeit zum Afghanistankrieg hat der Werkstatt-Treff vorläufig die folgenden 10 Problemfelder formuliert:</p>
<p><strong>1. Überblick</strong> über die hegemoniale, den Krieg begleitende Forschung zu A* (an welchen Unis, in welchen privaten Institutionen usw., welche Hauptvertreter und Experten). Fragen der Geopolitik, der Stützpunktnetze, der Sprachen/Kulturen; muslimischen Strömungen (Taliban u.a.); Theorie des „asymmetrischen Kriegs“ (Herfried Münkler): Selbstmordattentate vs. Drohnen.</p>
<p><strong>2. Theorie und Praxis</strong> von CIMIC (Civil-Military Cooperation); welche Expertisen, z.B. an Unis und privaten Instituten; welche NGOs machen mit, welche Projekte sieht die Bundeswehr als Modelle usw.; Niebels Pläne für enge Bindung der Entwicklungshilfe ans Militär. </p>
<p><strong>3. konkrete Strategie, Taktik und Funktionsweise</strong> der Bundeswehr im Krieg: Strategie „Clear and Hold“ (Modell Irak) Gezielt töten  nach c/k-Listen, wucherndes Informantenwesen; Durchkämmen Haus zu Haus; Eliteeinheiten und ‚normale’ Truppen, deren Verhältnis zueinander und deren Mentalitäten; Aufbau des KSK durch Hoffmann-Freund Reinhard Günzel; Mentalität Kriegszustand, incl. faschistoide Züge</p>
<p><strong>4. „Psychologie“</strong>: posttraumatische Störungen und deren Behandlung: Militärseelsorge; Psychiatrie, Stresstraining</p>
<p><strong>5. „Verkauf“ in der Öffentlichkeit</strong>: Interdiskurs, mediopolitischer Diskurs; welche Subjektivitäten von Freund und Feind, binäre Reduktionismen („der Westen“ vs. „die Taliban“); elementare Literatur (Doku-Berichte; Reportagen, Blogs?) wie werden die Massen zugegebenermaßen „Unschuldiger“ medial entsorgt? (Defizite Statistik)</p>
<p><strong>6. Fragen des Rechts</strong> (Völkerrecht, Strafrecht); besonders: Taktik der „gezielten Tötungen mit CDE“ (Collateral Damage Estimate); c/k-Listen, Rolle der Geheimdienste und ihrer anonymen Informanten</p>
<p><strong>7. welche ‚positiven’ Alternativen</strong> zur Sicherheit (Komplex Mädchenschulen usw.)</p>
<p><strong>8. Problemfeld Deutschland als Weltmacht</strong>: Rolle in der inoffiziellen militärischen „Welt-Junta“; Verhältnis zur Supermacht USA (incl. Widersprüche); welche „deutsche Identität in der Welt“? Verhältnis zur deutschen Militärgeschichte; Afghanistan-Erbe der DDR: Beziehungen während der sowjet. Besatzung; Übernahme von Experten?</p>
<p><strong>9. Bundeswehr-Propaganda</strong> in den Schulen, Jobcentern u.a.</p>
<p><strong>10. Finanzierung</strong>; Militärhaushalt und andere Haushalte; Zahlen; incl. Rolle private Military-Firmen</p>
<p>Beiträge zu diesen Problemfeldern sind uns jederzeit willkommen; wir denken an weitere Werkstatt-Treffen und an weitere Publikationen in unseren Zeitschriften.</p>
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		<title>Wenn die Nato-Raketen das &#8220;Herz der Finsternis&#8221; penetrieren</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 16:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>j.link</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskursanalytische Wortmeldung (DAW)]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivsymbolik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorerinnerung (Roman)]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Generälen der Nato-Großoffensive in Afghanistan schlägt ihr Herz so hoch, dass sie klassische Literatur zitieren: &#34;Wir stoßen vor ins Herz der Finsternis&#34;, sagte der britische General Matt Bazely. Ob er allerdings seinen Joseph Conrad wirklich gelesen hat, bei dem dieses Kollektivsymbol afrikanischer Barbarei ziemlich ambivalent ist, ist zu bezweifeln. Er meinte es wohl so: Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Generälen der Nato-Großoffensive in Afghanistan schlägt ihr Herz so hoch, dass sie klassische Literatur zitieren: <a title="heart" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,677679,00.html" title="heart">&quot;Wir stoßen vor ins Herz der Finsternis&quot;,</a> sagte der britische General Matt Bazely. Ob er allerdings seinen Joseph Conrad wirklich gelesen hat, bei dem dieses Kollektivsymbol afrikanischer Barbarei ziemlich ambivalent ist, ist zu bezweifeln. Er meinte es wohl so: Wir bringen die Zivilisation ins schwarze Herz der asiatischen Barbarei.</p>
<p>Womit? Zum Beispiel mit Raketen, deren Penetrationsfähigkeit auf moderne Weise ebenfalls klassisch ist. Nur dass sie manchmal gleich am Anfang &quot;fehlgeleitet&quot; werden und dann 12 &quot;Unschuldige&quot; töten, wo sich Mc Chrystal gleich am Anfang &quot;entschuldigen&quot; muss. Was oder wer kann Raketen &quot;fehlleiten&quot;? Entweder schlechte Technik &#8211; oder irrtümlich oder absichtlich falsche Zielvorgabe des anonymen afghanischen Informanten. Die Nato sagt öffentlich: Es war die Technik. <a title="himars" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,677847,00.html" title="himars">Das System &quot;HIMARS&quot; </a>hat die Raketen &quot;mehrere 100 Meter&quot; fehlgeleitet und wird jetzt überprüft. Da gibt es schon wieder zwei Möglichkeiten: Entweder es stimmt, und dann ist der Einsatz eines solchen Systems unglaublich und völlig unvereinbar mit den Versicherungen über die Metergenauigkeit &quot;chirurgischer Schläge&quot; &#8211; oder es ist eine Deckbehauptung wegen Alternative eins.</p>
<p>Klar ist nur eins: Der &quot;Vorfall&quot;, wie das &#8211; auch in unseren Medien! &#8211; genannt wird, war eine &quot;gezielte Tötung&quot; (targeted killing), worin der eigentliche Kern der Nato-Penetrations-Strategie ins Herz der Finsternis besteht. Anonyme Signalisierung eines Informanten der zivilisierten Geheimdienste, und dann Luftschlag (Rakete, Drohne, <a title="zivil" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,678075,00.html" title="zivil">Jet-Bombe [wie bei den nächsten zivilen Opfern]</a>, Hubschrauber-Schlag). Das läuft auf der Basis sogenannter &quot;c-k-Listen&quot; (&quot;capture or kill&quot;), die u.a. auch vom BND erstellt werden. &quot;Capture&quot; ist dabei bloße Floskel: Aus der Luft lässt sich nicht verhaften. Außerdem weiß die Nato nicht, wen sie verhaftet hätte: Einen Kombattanten? Dann müsste er in ein öffentlich zugängliches Gefangenenlager und hätte viele Rechte &#8211; einen (mutmaßlichen) Verbrecher? Dann hätte er Recht auf einen Anwalt, müsste verklagt werden, einen Prozess bekommen usw. Leichen haben all das &quot;verwirkt&quot;.</p>
<p>[Zusatz nach zwei Tagen: Die Prüfung des Raketensystems hat ergeben: <a title="okay" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,678341,00.html" title="okay">Technik völlig okay </a>- das eingestellte Ziel wurde exakt getroffen. Es war korrekt, weil unter den Opfern vermutlich auch ein oder zwei Taliban waren. Also doch Sache eines anonymen Informanten. MacChrystal kann sich ent-entschuldigen. Alles korrekt! Heißt konkret: Wenn nur 5 oder 6mal soviele zugegebenermaßen Unschuldige als mutmaßliche Taliban gezielt getötet werden, darunter die Hälfte Kinder, ist das ein &quot;angemessenes&quot; CDE = Collateral Damage Estimate. <a title="weiter" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,678373,00.html" title="weiter">Und es geht täglich weiter</a>. Das ist der wahrlich harte Kern der ISAF-Strategie.]</p>
<p>&quot;Heart of Darkness&quot; lesen ist nicht schlecht: Es macht bestimmt sehr nachdenklich. Weniger klassisch, aber aktueller ist der Roman &quot;Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee&quot; (assoverlag Oberhausen), wo ein Anti-Guerillakrieg der Bundeswehr simuliert war, bevor er nun stattfindet. Es ist dort aktualhistorisch rekonstruiert, wie es zu einer solchen &quot;unerhörten Begebenheit&quot; (Goethe) kommen konnte.</p>
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