Trump wegen persönlicher Anormalität (“Narzissmus”) impeachen – Empire wieder normal?

Heute (10.Februar 2017) haben bereits 21089 USamerikanische Psychotherapeutinnen, Psychiater und Psychologinnen eine von John Gartner lancierte Petition (“Trump is Mentally Ill and Must Be Removed”) unterzeichnet. Anders gesagt: Der Kongress soll Trump psychologisch testen lassen und ihn bei bestätigter Diagnose von “bösartiger narzisstischer Persönlichkeitsstörung” impeachen. Gartner und andere meinen, eine solche Diagnose lasse sich auch ohne persönliche Tests aufgrund von Medienauftritten Trumps fällen. Probleme gibt es dabei mit einem Urteil, in dem eine ähnliche Initiative gegen den damaligen Kandidaten Barry Goldwater zu symbolischem Schadenersetz verurteilt wurde, weil Ferndiagnosen nicht zulässig seien.

Die Petition wirft allerdings nicht nur die Frage der Gleichbehandlung mit möglichen anderen Politikern auf, sondern sehr viel grundätzlichere Fragen:

1. Angenommen (was plausibel scheint), dass Trump psychisch schwer anormal ist: Liegt die Gefahr nicht darin, dass er offensichtlich sozioökonomische “Greifflächen” besitzt wie vor allem die schwelende Weltwirtschaftskrise, die nicht ausgestanden ist, und die daraus entstandene beängstigend wachsende Konkurrenz zwischen den Weltmächten des “Empire” (Währungs- und Exportkrieg zwischen USA, China, Japan und GERMROPA)?

2. Wird die Anormalität des persönlichen Narzissmus nicht millionenfach durch das schon den Kindern gepredigte Ideal totaler Konkurrenz im totalen Kapitalismus gezüchtet?  Soll sich nicht jedes Kind in dieser Kultur zum Winner aufschwingen, indem es Konkurrenten weghaut und jedes Losertum aufs tiefste verachtet? Haben nicht die “normalen” Psychen eine Bill und einer Hillary Clinton genau diese “unternehmerischen Werte” bis zum Anschlag gepredigt?

Man soll ruhig den “Populismus” Trumps mit dem Faschismus Hitlers “vergleichen” (Vergleichen ist ja nicht Gleichsetzen). Auch Hitler wurde und wird als individualpsychologisch schwer anormal (“psychopathisch”, bei einigen sogar paranoisch-schizophren) diagnostiziert – aber wäre das nicht bedeutungslos geblieben ohne die sozioökonomische Greiffläche des deutschen, in Versailles “narzisstisch gekränkten”, Weltmacht-Nationalismus? Ohne den zu allem entschlossenen Revanchewillen der deutschen sozialen, ökonomischen und militärischen Eliten?

Kameraden – um Brecht umzuformulieren – reden wir von der kollektiven Anormalität der heutigen Weltmächte statt bloß von der möglicherweise individuellen Anormalität eines typischen Adventure Capitalist.

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3 Antworten zu “Trump wegen persönlicher Anormalität (“Narzissmus”) impeachen – Empire wieder normal?”

  1. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    “WAHNISINN ist bei EINZELNEN die ausnahme, bei GRUPPEN, VÖLKERN, ZEITEN die Regel” wusste Nietzsche – selber diagnostziert, nachdem er den “Antichrist” zum druck einreichte.

    die gesellschaft ist verrückt, nicht der diagnostiziete geisteskranke . ist schon fast handfestes handbuchwissen – hier taten sich foucault und deleuze & guattari wissenschaftlich ausserdordentlich hervor.

    da ernsthaftatft us amerikanice pscyhiater eine sehr wichtges amt per ferndiagnose an trump – desen politik ich als rein neloiefal ar bwtgeintessengeleitet alehene, aber die differenz zu den velen anden abeuitgebereguerunen für recth klein halte – änern wollen,

    SCIEST DI IN DE TAT, wie professoer lnk mi GIldwaterfallueteil richtrg nerbeizriet – endgültig als eröse profession mit irge deiner rechtsrelaven digoseb ab. en teil jener kraft, die stess das böse will.

  2. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    Es ist sogar so, dass TRUMP TTP zurückgenommen hat, TTIP und TISA aufkündigen will – eine Forderung von ATTATAC und DGB – und den Syrenkrieg benden will für die USA.

    Die Republikaner waren in r Anti Hitler Koaliton und ein 2. Welrkrueggeneral von denen wurde nach dem Krieg ihr Präsident.

    DA KOllektivsymbol “Hitler” ist enn doch bei en vielen vorahndenn Kollektivsymbolenin Politik etas übertrieben, die Ex Präsidenten Bush, an dren REgieungzeiz ich nco d eisten erinnen werfen, kommen Trump schon eher nahe, auch wnn es da genügend Diffrenzen gibt.

  3. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    auch wenn fachismus als totalitärer populär ultramilitarismus eine “form bürgerlicher herschaft” ide zudem stark an di rückfääle in den mlitaristache monaRCHIE NACH R VELORENEN FRANZÖSIACHEN REVOLUTION ERNNWRT; SO SIND DIES FORMEN DOCH VON ERHEBLICHER AUCH SOZIOLGISCHER BEDEUTUNG.

    eine bis in die blockwarte herunteghende militärdiktatur ist hin was anderes als eine gesellschaft mit farken instutionen der arbeitrbewgung, zu der die alternatibvbewgungen auch gehören.

    deluze und guttari, die en fachismus mit faye so definiwren, iesen auf die gefahr eines “vWRALLGWMINRTEN FASCHISMUS” hin, en si kommen ahen und die mit en postdemokratichebn, tv massenmedialen kntrollgesellschaften weit mehr wirklichkeit sind, als viele wahrnehmen, wbei di pschiateie aextem chnelle ort ds ausschaltujng elbt privatster und kleint gegenmachtthandlungen eine besone bedeuting zukommt, die r extem grobvhlächtuge faschismus zwar vrbreite, abe och viel brutal offensichtliche handhabte.

    eshalb it augechnwt di extemeuntecwelligkeit von rechtlich veindlechn psyvhatriedoganoen da irklih dachistuve, mehr als die sichelch u autritäre – wa er zuückführen wlll üe lppenbekenntns – präidentsvhaft von TRUMP selbst.

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