Vorschlag für einen fairen Kompromiss bei der deutschen Treuhand für Griechenland

Da alle Experten davon ausgehen, dass Griechenland die 50 Mrd. € für die Treuhand, deren Einlagen sofort an die Gläubiger gehen, aus restlichem Staatsbesitz nicht aufbringen kann (selbst wenn man die Akropolis und einige Inseln reinnimmt: die griechischen Werte sind ja auf Ramsch herabgestuft), wäre der folgende Vorschlag nur fair: Griechenland wird erlaubt, auch die Aktiva aus den Exporten seiner Sprache ins Deutsche einzubringen. Die mediopolitische deutsche Klasse erhält zwei Optionen:

A. Sie verzichtet auf Wörter griechischen Ursprungs. (Sie könnte sich an einigen Nazisprachkundlern orientieren, die alle Fremdwörter durch echt deutsche ersetzen wollten, zum Beispiel Nase durch Gesichtserker. Das ging allerdings sogar Goebbels zu weit.)

B. Die Benutzung von griechischen Wörtern wird ab sofort mit einer Lizenzgebühr belastet. Dabei gilt: ein normales Wort = 1 €; “europäische Grundwörter” wie “Christentum” = 100 €; das absolute europäische Grundwort “Europa”: 1000 €.

Beispiel einer simulierten Merkelrede:

“Die Atomkatastrophe von Fukushima zwingt uns zu einer ökologischen Wende. [átomon 1 €, katastrophé 1 €, oíkos 1 €, lógos 1oo €, Zwischensumme: 103 €] Wir bekennen uns zu einer ökologischen Wende aus christdemokratischem Geist. [oíkos 1 €, lógos 100 €, Christós 100 €, démos + krátos = demokratía 102 €, Zwischensumme 303 €] Die alte, auf Atomzentralen gestützte Energiepolitik ist seit der Katastrophe nicht mehr zu verantworten. [átomon 1 €, kéntron 1 €, enérgeia 100 €, politiké 100 €, Zwischensumme 202 €] Unsere Wende ist keine Utopie, sondern praktikabel. [utópos 1 €, práxis 100 €, Zwischensumme 101 €). Deutschland zeigt wieder einmal Europa den Weg, auch Europa wird um eine ökologische Wende nicht herumkommen. [Európe 1000 €, Európe 1000 €, oíkos 1 €, lógos 100 € Zwischensumme 2101 €] Grinsen Sie nicht so ironisch, Frau Wagenknecht! Hegemonialpolitik? Zu dieser Hegemonie bekenne ich mich!” [eironía 1 €, hegemonía 100 €, politiké 100 €, Zwischensumme 201 €]

Gesamtsumme für diese 7 Sätze: 3011 €

Auf jeden Fall sollte auch den Mainstreammedien für Zitate der mediopolitischen Klasse eine Lizenzgebühr in Rechnung gestellt werden, fairer Vorschlag 10% für jedes Zitat. Das ergäbe 301,10 € pro Zitat, bei 10maliger Wiederholung also 3011 €. Zu bedenken wäre, ob Kanzlerinnenzitate nicht höher zu veranschlagen wären, ebenso Zitate in Tagesschau und Heute. Das sollte technisch durch die Institutionen geklärt werden.

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5 Antworten zu “Vorschlag für einen fairen Kompromiss bei der deutschen Treuhand für Griechenland”

  1. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    Ein Wort, Wert ca 10 Billionen € pro Gebrauch, fehlt. Der NOUS!! PSYCHE NOUS!!

    Darauf ist die “ganze Schhlauheit des Westles” aufgeabut. seine Dcckung vor der Todesdrohung, Hölle und alle Intellkt- und Bildung- Wissenschaftsgeleitet säkularisiert Kultur.
    Die Ratio, Vernunft würe die bekanntestr “Übersretzunbg”,
    wenn nicht das “ewige” an diesnm Intellkt irgendwie in der philosophischen Tadition mit dern Katholiken sovereinnahmend unterdrücxkt worden wäre, dass da kaum mehr einer kennt!

    Muss irgendwann in INden geklaut worden sein, die Konzeption..

  2. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    Es gibr Newuwahlen, Tsirpas ist zurückheteten. Nach dem 52 $ OXI könnte das ein geschickte sChachzug seinm, um ein violle wirklich linke Mehrheit im Parlamentohne nationalkonversativen Partne einzuholen

    DE Baroufakisflügel spaktete sich z eigfner Pargtei ab, so da Tsirpa dan durch einen ,liunkern mOalitionspartnd esffektiver libnks gehalten weden könnte.

    Da das Einknickem Tsirpas inm Zusammenarbeitewn mit den alten PASOK/ND Leuten bestasnd, isdt ehe nichz tzu erewaten, fdanhin viewl Wählerstimmem zu veritren. Soweir dze 2optimistriscvhre “Vorewrinnerung”.
    Sicherlich kan die Neuwahl auch böse mir Rückfall in ie alten Machtverhältnisse enden

    Die Herrschaft des Finanzkapitals mittewls reiner Gelddiltatur wirdallerdings offensichtlich. Wieviel SChfjerden da schon im Trochnen gezüchte worden sind, mir de Geztechrnlandkruse…

  3. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    SYriza fehlte nicht viel zu einer absoluten Mehrheit. Der “Traum” im Gefolge des 62 % OXI diese mit den extrem frühen Neuwahl zu erreichen, hat sich nicht erfüllt, es gingeb sogar 4 Site verloren (von 149 auf 145 bei 300 Sitzen). Stattdessen wurde die Opposition isoliert, vor allem die Innerparteiliche. die sogar die 3 % Hürde unterschritt. Dire komministische KKR pflegt meist “diszpliniert” genung zu sein, Mehrheiten nich einfach per “Abweichler” bereitzustellen.

    Dafür ist dfie alte Sozialdemokrarie, die PASOK, fast erledigt.

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