Tagesmütter an die Front? Wie eine “Einsatzarmee” ihre “Arbeit” mit der Familie vereinbaren will.

Die Bundeswehr steckt in ihrer schwersten Krise seit ihrer Umfunktionierung zur “Einsatzarmee”, d.h. zur globalen Weltjunta-Interventionsarmee. Sie hat ihren “Dreizehnjährigen Krieg” in Afghanistan nicht gewinnen können und damit de facto verloren. Trotzdem will sie statt nachzudenken “durchstarten” und sich sofort für künftige CT-Kriege (Counter Terrorism) bereit machen (so hat es noch de Maizière verkündet). Obwohl solche strukturellen Entscheidungen in der Normal-Medial-Demokratie vor dem Volk möglichst geheim gehalten werden, ahnt das Volk halb und halb, wohin die Reise geht. Folge: Es gibt nicht genug freiwillige “Soldatinnen und Soldaten”. Zwar behauptet die Bundeswehr, es würden sich jede Menge melden, aber der springende Punkt kam bei der neuen Ministerin heraus, als sie sagte, die Wehr müsse Bedingungen schaffen, um im Wettbewerb mit der Wirtschaft “um die besten Köpfe” bestehen zu können. Daraus können wir schließen, dass die angeblich genügend vielen Freiwilligen nicht zu den “besten Köpfen” gehören – vermutlich sowohl technisch wie politisch (zu viele mit Faschoideen im Kopf).

Als ersten Schritt will die Turbomutti also eine Tagesmütteroffensive in den Kasernen starten. Aber da klafft schon, und umso schmerzhafter, der große Spagat: Denn eigentlich müssten dann ja auch Tagesmütter in die Kasernen der “Einsatzgebiete”, was evidenterweise nicht geht. Da zeigt sich, dass die Bundeswehr schlechthin kein “normaler Arbeitgeber” werden kann – weil ihre “Arbeit” (der Krieg!) nun mal nicht normalisiert werden kann.

Noch konkreter soll die künftige “Arbeit” dieses “Arbeitgebers” eben CT-Krieg heißen, also das Viererpack aus “Spezialkräften” (wie sollen die ihre “Arbeit” mit der “Familie vereinbaren”?), Geheimdiensten, die mittels “eingeborener” Informanten Killlisten erstellen, Killdrohnen und schließlich “Ausbildungseinheiten”, die “eingeborene Azubis” für die Drecksarbeit “ausbilden” werden (mit Tagesmüttern?). (Größere Truppeneinheiten werden höchstens noch Blitz-Aufräumkriege mit Shock and Awe, also hauptsächlich nach massiven “Luftschlägen”, führen und dann an das Viererpack übergeben.)

Man muss der neuen Ministerin nicht unterstellen, sie kalkuliere all das bereits genauestens ein und unternehme bewusst eine große Lügenoffensive. Man muss ihr nicht einmal unterstellen, dass sie jetzt bereits fest entschlossen sei, Killdrohnen einzusetzen. (Sie sagte dazu: “Das muss der Bundestag entscheiden” – vielleicht hofft sie, dass sich das hinziehen werde – obwohl eine Nebenäußerung nichts Gutes verheißt, weil sie eine Simulation dieses Blog im vorigen Post vom 6.1. bereits verifiziert: Ganz automatische Killdrohnen werde die Bundeswehr definitiv nicht einsetzen – logo, weil die ja auch keine Tagesmütter brauchen. Mit dieser Selbstverständlichkeit lässt die Ministerin aber eben die von MENSCHEN bzw. ARBEITERN – im Sinne Ernst Jüngers – gelenkten Killdrohnen als weniger schlimm offen.)

Aber: Zyniker wissen, dass die “beste Vereinbarung von Arbeit und Familie” eben für “Drohnenpiloten” gegeben ist: Sie können (und das findet in den USA bereits routinemäßig statt) ihre “Arbeit” in einer Heimatkaserne machen und jeden Abend mit der Familie verbringen – ganz ohne Tagesmütter.

Nur: Dazu sind tatsächlich “gute Köpfe”, am besten Spitzen-Digital-Natives, idealiter Piraten, erfordert. Und die melden sich (bisher) nicht massenweise freiwillig für die Wehr.

Nicht bloß die einzig vernünftige, sondern auch die am ehesten glatt realisierbare Lösung ist also der Verzicht der Bundeswehr auf ihre globale Weltjuntarolle und der Rückbau zur Verteidigungsarmee. Leider ist die 4/5-Mehrheit des Bundestags da ganz anderer Ansicht. Schon schwafelt Steinmeier davon, “wir” könnten Frankreich “in Afrika nicht allein lassen”. Glücklicherweise verstehen gerade “gute Köpfe”, wohin diese Reise geht – auch wenn ihnen Tagesmütter angeboten werden.

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3 Antworten zu “Tagesmütter an die Front? Wie eine “Einsatzarmee” ihre “Arbeit” mit der Familie vereinbaren will.”

  1. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    die “weltjunta” verweist zu recht auf die fortzsetzung des kolonialismus mit andern mitteln (“empire”, “commonwealth”). die greuel der nazizeit haben, besonders in der brd, dafür georgt, die extrem gründlichere durchherrschung der welt und strukturierug der gesellschaften seit jahrhunderten etwas unterbelichtet sein zu lassen. das ist in den alten kolonialmächtenändern etwas besser, obwohl sie davon auch profitieren.

    der vorherschende gewisse technische, digatale professioalismus der “alte zöpfe abschneiden” mentalität, altes verschrotten, “modernismus” als “normalismus” – man muss mit der zeit gehen, sonst “bestaft” einen “das leben” – verstärkt die naivität gegenüber den feinen und groben herrschaftsprozessen, die extrem viel unnötges leid und amputierte seelen hervorbringen.

    das steckt mehr hinter der trennung der kulturen in MINT-fächer und “humanities”, als so bewusst ist, weshalb die blindheit gegen herrrschaftstechniken und deren brutalität geradezu frappierend ist bei soviel intelligenz. die moralische bürde kann nicht getragen werden, weshalb grobe “selber opfer”, “notwehr” (counterror CT) konstrukte realisiert werden – mit der verdrängng als “wums” dahinter. die hoffnung, das es die teilweise besser wissende geisteswissenschaftliche intelligenz irgendwie schafft, diese lebenslügen zu zersetzen, beflügelt uns schon lange – kampf um die besten köpfe, moralische deutungen. nun, historisch sieht es dae her übel aus, der ooportunismus der intelligenz aller arte ist extrem hoch, was bei näherer überlegung auch alles andere als verwunderlich ist. schliesslch essen die leute jeden tag und die herrschaften können sich die leute heranzüchten und aussuchen. ja, und engel bringen unterdrückungsverhältnisse auf keiner seite hevor, ausser als quantite negliable, richtig, im gegenteil.

  2. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    es gehört zur extemen relevanz des marxschen werkes, dass die dynamk des normalisierenden “`modenismus”‘ mit modegenerierung verzahnt ist, weil die umschlagsgschwindigkeit des kapitals erhöht werden muss, aufgrund der steurung mittels der fallenden profitrate, wegen der hochintensiven kaptialbindungen bei den rationaliserungen, die auch relativ begünstigt werden, da höhere summen höhere profite ergeben. die tendenzen zu ausweitung der lohnarbeit, bildung einer zum lohndumping genutzten arbeitslosigkeit, lohndumping und intensivierung der abeit, d. h. steigeung es leistungsdrucks kommen verschärfend hinzu. die “`vermodung”‘ ist in der führenden computerindustrie mit einer synchronisation von alle 2 jahre doppelt so scheller pozsssor und neues betriebssystem schon sehr offensichtich. da es sich um die schnittstelle der intelktullen in die wirtschaft handelt, unterliegen deren qualifikatonen durch übetragung auch den neuen taktung aus finanziellen gründen, was bis in die wissenscaft selbst durchschlägt, wo mittlerweile zyklisch standardwerke und wellen von publikatonen initiert werden. kritik wird da rausgesäubert.
    die globalisierung, erweiterung auf den weltmarkt mit der notwendgkeit der absicherung durch staat und parastaatliche organisationen, ergibt die abhängigen regierungen, das neo-koloniale weltregime (empie).
    “`weltjunta”‘, alo weltmiltärdiktatur ist etwas stark . allerdings gehen miltärdiktur und entbetteter kapitalismus, was als FREIE, emphasiert als politisch freiheit, marktwirtschat verkauft wird, ganz gut zusammen. deshab ist der theoretische rahmen der trilogie vn negri/hadt, mit empire”‘ beginend, etwas passender. aktuell wid allerdings offen brutal global miltär eingesetzt., so dass weltjunta durchaus pausiblel it.
    autoritärer etatismus, autoritärer kapitalismus, selbst auf weltebene und starke polithetze mit dem freiheitsegriff, der auch mit den menschenrechten assoziiert wird, zum teil in einer kontrafaktizität, die einer massiven zerstörung des denkvemögens der bevölkerung gleichkommt, ist die gefahr der aktuellen jahre.

    SOVIEL ZU DEN GRAUSAMKEITEN DER TAKTUNG DES BUISINESS AS USUAL DURCH KOMPARITVE VORTEILE DER ERHÖHUNG DER UMHLAGZEIT DES KAPITALS, finanzmarktdominanz, UND DES FOLGENDEN UNWIEDESTELICHEN FORSCHRITTS, der als das “`STRAFEND LEBEN”‘ die normative macht des faktischen unserer unwirtlichlich durch die städte dominierten welt ausmacht.

  3. Wolf Wingenfeld sagt:

    Kann man ja auch mal so herangehen:

    Familien-Offensive: Angehörige dürfen künftig erniedrigenden Bundeswehr-Initationsritualen beiwohnen

    Berlin (dpo) – Es ist ein Schritt hin zu mehr Familie in der Bundeswehr: Angehörige von Rekruten und Rekrutinnen sollen künftig die Möglichkeit haben, nicht nur der feierlichen Gelöbniszeremonie am Anfang der Dienstzeit beizuwohnen, sondern auch schon zuvor bei truppeninternen Erniedrigungen zur Initation (Foto: “Äquatortaufe”) ihres geliebten Familienmitglieds dabei zu sein. Entsprechende Pläne stellte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag vor. […]

    http://www.der-postillon.com/2014/01/angehorige-von-bundeswehrrekruten.html?fb_action_ids=10203041382143479&fb_action_types=og.likes&fb_ref=.Utkv636IsHk.like&fb_source=other_multiline&action_object_map=%5B638777502852268%5D&action_type_map=%5B%22og.likes%22%5D&action_ref_map=%5B%22.Utkv636IsHk.like%22%5D

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