Athens “triumphale Rückkehr auf die Märkte” bereits am 2. Tag ein Flop: also ein simpler Spekulationsskandal (“Blase”).

Während Angela Merkel noch von Samaras und Venizelos mit Komplimenten überschüttet wird, also noch vor ihrem Rückflug, erweist sich das Gastgeschenk, die symbolische “Überwindung der Krise” mittels “Rückkehr auf die Märkte”, schon als realexistierende hundsgewöhnliche Spekulationsblase! Wie das “Handelsblatt” meldet, legte die griechische Wunderanleihe binnen zwei Tagen die folgende Kurve hin: Während sie am Tag vor ihrem Börsengang mit etwa 6 Prozent Rendite angekündigt wurde, erzielte sie zuerst eine Rendite unter 5 Prozent, was bei Venizelos eine Art Orgasmus auslöste. (Die Umlaufrendite bewegt sich umgekehrt wie der Börsenwert der Anleihen – hohe Nachfrage senkt, hohes Angebot erhöht sie.) Kurz danach stieg die Rendite aber schon auf 5,13 und dann heute (11.4.) schnell auf 5,858 und schließlich auf 6,333 Prozent. Diese Kurve heißt im Klartext: Zuerst kauften Hedge Fonds und andere Spekulanten auf Teufel komm raus, um die Rendite zu drücken (Venizelos kapierte nicht, was los war und sah schon noch niedrigere Renditen voraus, um wieder noch größere Schulden zu machen wie vor der Krise) – das diente aber nur dazu, einen kurzfristigen Reibach zu machen: Sofort nach der “Talsohle” der Kurve schmissen die Fonds die gerade gekauften Wunderanleihen wieder auf den Markt – und in Kürze stieg die Rendite wieder auf über 6 Prozent (6 Prozent gilt als Normalitätsgrenze) – anders gesagt: Binnen eines Tages verwandelte sich die Wunderanleihe wieder in eine Ramschanleihe!

Das “Gastgeschenk” für Angela war also eine Blase und ein Ramsch.

Aber: Auch das ist symbolisch! So wie der “Erfolg” das “Ende der Krise” symbolisieren sollte, so symbolisiert das schnelle Platzen der Blase nun den Rückfall in die Krise. Statt Normalisierung heißt das Symbol jetzt Denormalisierung. Wenn es erst so aussah, als stehe der Baltakos-Skandal im Widerspruch zur Anleihe, so reichen sich jetzt zwei Skandale die Hand.

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Eine Antwort zu “Athens “triumphale Rückkehr auf die Märkte” bereits am 2. Tag ein Flop: also ein simpler Spekulationsskandal (“Blase”).”

  1. Dr. rer. nat. Harald Wenk sagt:

    finanzkrise – der größte ramsch aller zeiten, war mein kommentar, im “wir zahlen nicht für eure krise”-gleichsinne, beim ausbruch der finanzkrise. frau wagenknecht hat die doppelstrategie der verstaatlichung des finanzsektors und des in haftUNG nehmens der gläubiger oft genung vergebenens in den blätterwald und in die medien gerufen, geschruebeben – es nützt nichts. die welt will und will und will und will mit aller macht betrogen werden.

    die staatsanleihen ergeben optionen auf inflationserzeugung, was des öfteren schon mit gerdezufantastiscvhenn inflationsraten real durchwerzerziert weurde unnd die skruperllodsigkeit der finanzmarklter zeigt. die zinsen sind sollzinsen für den staat.

    die denormalsierung sorgt dafür, dass das vertrauen in die regierungen und ordnungen massiv verrlorengeht, was uns ja “im süden” und jetzt auch “im osten” schon länger immer bürgerkriegsrealere zustände eingebracht hat. die marktwirtschaft haut ihre vertrauenssubstanz gründlich auf den kopf!!

    die schafffen es noch, trotz weit unte 5 % bevölkerung in der landwirtschaft, mit hungerrevolten ihre regierungen auf fast ewig zu desavouieren!!

    als ob man mit 2 türmen und einer dame mehr gegen 2 bauern NOCH verliert.

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