Michael Jäger im “Freitag” zum neuen Normalismus-Buch und zur kultuRRevolution

Treffend-poetisch bringt Michael Jäger die Funktion der “kulturrevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie” (Klartext Verlag Essen) als einer Zeitschrift “mit sowohl wissenschaftlichem als auch theoretischem Anspruch” auf den Punkt, “die in beiden Flussbetten gegen den Strom schwimmt und genau weiß, was sie will.” Er nimmt den Foucault-Schwerpunkt des aktuellen Heftes 64 zum Anlass, um das in 30 Jahren des Bestehens realisierte Profil mit seinen theoretischen wie politischen Originalen “Interdiskurs”, “Kollektivsymbolik” und “Normalismus” in Erinnerung zu rufen und seine Tauglichkeit für die Zukunft zu betonen (“Freitag” vom 18. Juli 2013, siehe hier unten den Text).

Bereits in einem Beitrag “Ist das ‘noch’ normal?” vom 22. Juni hatte er auch die Neuerscheinung “Normale Krisen? Normalismus und die Krise der Gegenwart” mit einem Blick auf Thilo Sarrazin” (Konstanz University Press, 19,90 Euro) besprochen und dabei einige Potentiale des Normalismus-Konzepts für eine kultursoziologische Analyse aktueller Gesellschaften westlichen Typs (wie den Unterschied zwischen Normativität und Normalität und seine Funktion oder die Integrationsfunktion zwischen Teilsystemen) sehr transparent dargestellt. Auch der Zusammenhang mit der Krise wird am Beispiel der Herabstufung Griechenlands um eine Normalitätsklasse erörtert.

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Eine Antwort zu “Michael Jäger im “Freitag” zum neuen Normalismus-Buch und zur kultuRRevolution”

  1. annede sagt:

    Kleine Fundstelle zur Aktualität des kRR-Ansatzes: Kollektivsymbolanalyse in ihrer Schwundstufe, aber immerhin: Da versucht’s jedenfalls jemand (Ronald Hartz) mal mit kollektivsymbolanalytischen “Anmerkungen zum Diskurs des Ökonomischen”. Inzwischen gibt es “Teil 4: Gaspedal und Handbremse”, vorher schon “Teil 3: Kernschmelze”, “Teil 2: Virus”, “Teil 1: Zombiebanken”, siehe hier: http://www.kritische-organisationsforschung.de/?p=1408
    Das ganze wird eher als Bildkritik und Symbollexikon aufgezogen, es fehlt die Dimension des synchronen Systems, die Funktion der Katachresen usw. Aber es ist ein Anstoss und Aufruf weiterzumachen und mitzumachen.

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