Auch die Kostenrechnung des DIW von 17 Mrd. Euro könnte Bewegung im Afghanistankrieg signalisieren

Auch das ist eine kleine Sensation: Seit 10 Jahren werden die Kosten des Bundeswehrkrieges in Afghanistan politisch und medial als Tabu behandelt. Sogar die Kriegsgegner schämen sich oft dieses Arguments. Und nun bringt das renommierte DIW die Schockzahl von 17 Milliarden in die Medien, und die Medien bringen diese Zahl (zum erstenmal in 10 Jahren! Man muss sich das vorstellen!) endlich wahrnehmbar heraus.

Nun könnte man noch meinen: Damit sollen vielleicht die Euro-Rettungsschirme verharmlost werden, die (insgesamt) noch erheblich darüber liegen. Aber im Detail eben nicht: Die nächste Tranche „für Griechenland“ (d.h. für die – auch deutschen – Gläubigerbanken, die sonst keine Zinsen mehr bekämen) liegt bei nicht einmal der Hälfte.

Also wird diese Zahl endlich doch auch denen zu denken geben, denen die Kriegsopfer egal sind und die auch weitere Antiguerillakriege der Bundeswehr in der Zukunft für irgendwie „normal“ halten – aber die werden noch mehr kosten! Und man könnte diese Riesensummen -schließlich „ist Krise“! – doch so einfach einsparen, wenn man das militärische Afghanistanabenteuer beendete und erst gar nicht in die Vollmitgliedschaft in der Welt-Junta – die auf ununterbrochene Antiguerillakriege hinausläuft – einsteigen würde. Es wäre zu hoffen, dass es Politiker (besonders auch Grüne und besonders auch Frauen) gibt, denen so etwas jetzt durch den Kopf geht. Und vielleicht sogar Generäle?

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