Diskurswerkstatt erinnert den neuen Landtag

Während der mediopolitische Diskurs mit Farbspielen beschäftigt ist, hat die Diskurswerkstatt Bochum-Dortmund die neuen NRW-Abgeordneten an eine überfällige “Hausaufgabe” erinnert: Es geht darum, drei unschuldige Opfer des Archipel Guantánamo aufzunehmen, damit sie nach dem jahrelangen KZ-Horror noch ein Leben führen können. Sie haben nachweislich keine Verbrechen begangen und niemand kann ernsthaft befürchten, dass von ihnen künftig eine Gefahr ausgeht.

Imgrunde geht es um eine kleine Sache – aber sie hat auch eine symbolische Bedeutung. Das System der geheimen und obskuren (zappendunklen) CIA-Verliese, das in einer völlig rechtsfreien Zone funktioniert (weshalb z.B. Giorgio Agamben nicht in die USA reist, solange dieses System auch unter Obama weiter existiert), muss ja schon allein statistisch auch Unschuldige treffen. Es gehört daher zum System der rechtsfreien “gezielten Tötungen” und Drohnen-Exekutionen, z.B. in Afghanistan. Dort sind “wir” (d.h. die Bundeswehr) teils schon in dieses System verstrickt, teils auf der Kippe dazu. Gerade meldet sogar das den Nato-Regierungen weitgehend verpflichtete Internationale Komitee von Roten Kreuz , dass der CIA-Archipel in Baghram bei Kabul trotz allen sicher ehrlich guten Willens des Menschen Barack Obama ‘ungestört’ weiter funktioniert.

Hier geht es zum offenen Brief der Diskurswerkstatt Bochum-Dortmund!

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