Archive for April, 2010

“Monitor” bestätigt Afghanistanappell

Freitag, April 23rd, 2010

In der Monitor-Sendung Nr. 605 vom 22.4.2010 wurde klar, dass inzwischen sogar ein hegemoniales Medium und höchste internationale hegemoniale Instanzen wie das Internationale Komitee von Roten Kreuz (CICR) in Genf wesentliche Punkte des Appells “Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan” bestätigen.

Sowohl in der Moderation von Sonja Seymour Mikich wie in den Dokumenten von Markus Schmidt, Christoph Heinzle, Andreas Orth und Kim Otto ging es endlich in aller Deutlichkeit um die taktische Speerspitze des ganzen ISAF- und Bundeswehreinsatzes: das “gezielte Töten” nach geheimen sogenannten “c/k-Listen” (capture or kill). ( Dieser Begriff des “gezielten Tötens”, der bei den Prokriegsparteien des Bundestags nie in den Mund genommen wird, ist hiermit nicht länger Tabu in der öffentlichen Diskussion.)

Es wurde belegt: In der deutschen Zone finden routinemäßig “gezielte Tötungen” durch US-Special Forces statt. Dokumentiert wurde ein nächtliches Massaker in Iman Said am 22.3. 2010. Ein afghanischer Mitarbeiter des DED kommentierte mehrere Leichen als “völlig harmloser Mensch ohne jede Schulbildung” bzw. “etwas geistig zurückgebliebener Mensch”. Dann der Armeesprecher: “Es waren alles legitime Ziele, die wir durch spezifische Aufklärung aus mehreren Quellen als Kontaktleute von Al Qaida identifiziert hatten.” Das von der Bundeswehr befohlene Massaker von Yakob Baj vom 4.9.2009 wurde dann als imgrunde zweifelsfreier Fall von “gezielter Tötung mit Kollateralschäden” eingeordnet (vom Internationalen Roten Kreuz befragte Zeugen: [mindestens] 18 Kinder und Jugendliche als Opfer).

Sogar Nils Melzer vom CICR in Genf  (der imgrunde NATO-Mächte nicht kritisieren darf) äußerte “große Sorge” über die “gezielten Tötungen”. Der Völkerrechtler Tomuschat von der HU rang sich dagegen zu einem klaren “Ja, ein Kriegsverbrechen” durch.

Drei Punkte sind zu ergänzen, die (bisher) im hegemonialen Bereich noch Tabu sind:

1. Das systematische “gezielte Töten” beruht ganz und gar, wesentlich und strukturell auf einem geheimdienstlichen Denunziationssystem für Belohnung mit Geld, zu dem die Interventen keinen direkten sprachlichen und kulturellen Zugang haben. Es besteht dabei demnach ein sehr, sehr hohes Risiko, dass die “Informationsquellen” (siehe oben) ethnische, religiöse und andere gruppenspezifische (etwa Feindschaft zwischen Clans) Motive für Denunziationen einsetzen. Das ist vielfach belegt (s. dazu Marc Thörner, “Afghanistan-Code”, zum Fall Yakob Baj). Damit verstößt das “gezielte Töten” nach geheimdienstlichen Denunziationen immer und grundsätzlich gegen selbst ein völlig überzogenes “Kriegsvölkerrecht”, weil immer und grundsätzlich Zweifel angebracht sind, ob es sich auch nur um “feindliche Kämpfer” (zu schweigen von Kombattanten oder Terrorverdächtigen, die niemals außerhalb einer akuten Gefahr einfach liquidiert werden dürfen) handelt. Das darf ein Angestellter des CICR natürlich nicht sagen.

2. Ob “gezieltes Töten” überhaupt mit dem Kriegsvölkerrecht vereinbar ist, ist keineswegs bereits völkerrechtlicher “mainstream” – es ist noch ganz kontrovers.

3. Die Monitorsendung hat den absurden Widerspruch zwischen der von der Bundeswehr nun auch ganz offen übernommenen Counterinsurgency-Eskalationsstrategie einerseits und den angeblichen Gründen für das “Engagement” anderseits (“Stabilisierung” Afghanistans, Schutz Deutschlands vor Terror aus Afghanistan) überzeugend herausgearbeitet. In dieser Perspektive erschienen Merkel und Guttenberg (SPD und Grüne kamen außer Nouripour nicht vor) als völlig irrational und schizophren. Das sind sie aber nicht, wenn der wahre Grund für ihr “Engagement” ein  anderer ist (wie es der Afghanistanappell sagt): Um “ganz vorne in der 1. Welt-Liga spielen” zu können, d.h. einen Platz unter den führenden Weltmächten zu behaupten, muss Deutschland beweisen, dass es inzwischen auch einen Counterinsurgency-Krieg (also einen Anti-Guerillakrieg) führen kann. Sonst ist man “zweitklassig”.

Der Afghanistanappell steht weiter zur Unterzeichnung bereit.

Ausbildung

Freitag, April 16th, 2010

(Karl Kraus zum Gedächtnis)

Die Bundeswehr, das wissen Fatz wie Tatz

Stellt Ausbilder und bildet im Galopp

Jetzt Azubis von Karzai aus, hopphopp!

Professionell, sonst ist es für die Katz.

Sie üben also friedlich einen Kampfeinsatz

Natürlich realistisch on the job

Damits nicht wird am Ende nochen Flop,

Sind echte Taliban der Feind bei dieser Hatz.

Doch diese hinterhältig feigen Taliban

Verüben einen Anschlag auf die Bundeswehr

Mitten im Friedenstraining spieln sie Krieg.

In ihrem dumpfen Fanatismuswahn

Schießen sie feige quer und spieln nicht fair

Versaun der Wehr den Aufstieg in die Champions League.

Guttenberg bestätigt den Afghanistanappell: Also jetzt weiter unterzeichnen!

Donnerstag, April 15th, 2010

Nun kann niemand mehr daran zweifeln, worin die “neue Strategie” der Bundeswehr in A* besteht: im Eskalationskurs. Baron Guttenberg, der zuständige Minister und heimliche Super-Außenminister, verkündet gemeinsam mit dem neuen Generalissimus Wieker an der Front in Kundus die Aufrüstung mit schwerer Artillerie (Panzerhaubitzen 2000), weiteren Gefechtspanzern (Marder), Hubschraubern u.a.

Wenn man den Kontext verstehen will, muss man (so unglaublich das klingt) das als Sensation präsentierte Buch “Unter Beschuss. Warum Deutschland in Afghanistan scheitert” des jungen Bundeswehr-Politologen Marc Lindemann lesen, in dem dieses Eskalationsprogramm zuvor in allen Einzelheiten (genau die gleichen Waffensysteme) vorgeschlagen worden war. Lindemann war zwar nicht ein bloßer Journalist, sondern über längere Zeit bei der militärischen Aufklärung (Geheimdienste) in Afghanistan eingesetzt, aber trotzdem: Wedelt hier etwa der Schwanz mit dem Hund?

Wohl kaum: Eher ist anzunehmen, dass Lindemann für “Entscheider” sprach, die ihr Programm im Vorfeld lancieren wollten. Dafür spricht auch die offene, geradezu höhnische Polemik Lindemanns gegen Guttenbergs und Wiekers Vorgänger Jung und Schneiderhan. Obwohl es sicher interessant wäre, über die Auseinandersetzungen in der Generalität auch interpernal-interaktionistische Informationen zu haben, lässt sich darüber natürlich nur spekulieren.

Wichtig ist das Programm, das bei Lindemann im Klartext nachzulesen ist. Sein Untertitel soll natürlich gelesen werden: Deutschland darf auf keinen Fall in A* scheitern. Es muss bei den Siegern dieses Krieges sein. Warum? Weil sonst die Terroristen auch Deutschland bedrohen. Da zeigt sich eine Art Erklärungsnotstand dieses durchaus nicht dummen Autors. Warum? Weil er den eigentlichen Grund, der im Appell “Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan” genannt wird, nicht offen proklamieren kann: Weil Deutschland seine Rolle als eine der führenden Weltmächte, als ein Mitglied der inoffiziellen “Welt-Junta” unbedingt behaupten und ausbauen muss.

Was so nicht offen gesagt werden kann, wird kollektivsymbolisch aber völlig unmissverständlich eingestanden: Mittels des Fußball-Ligen-Symbols. Fast ununterbrochen beklagt Lindemann, dass die Bundeswehr, wenn sie so weiter macht, auf “Kreisliganiveau” bleiben und nie auf das Niveau der “1. Liga” aufsteigen könne. Diese Trainer-Understatements, um die Jungs zum äußersten anzuspornen, kennen wir schließlich.

Dazu passt auch das ständig propagierte Vorbild USA: Natürlich sind “wir” keine Supermacht und nicht Number One – aber ein bisschen sollten “wir” uns schon zusammenreißen. Wenn nun die USA die Großoffensive in der deutschen Zone eröffnen, können “wir” doch nicht in “unserer eigenen Zone” in den Basislagern bleiben und zukucken! Wie sieht das denn aus? Also voll eskalationsfähig werden! Ohne Rücksicht auf das Geld, das das kostet (Geld wird nie quantifiziert, bloß immer noch viel mehr als absolut notwendig gefordert).

Und damit wir uns auf der Zunge zergehen lassen können, was es heißt, wenn Guttenberg dieses Programm wirklich in allen konkreten Forderungen jetzt nachzubuchstabieren scheint, noch etwas O-Ton Lindemann:

“Die Panzerhaubitze 2000 wäre ein guter Anfang. Sie würde dafür sorgen, dass sich jeder Angreifer in einem Umkreis von 40 Kilometern reiflich überlegen muss, ob er wirklich bereit ist, ins Paradies einzutreten. Seine Chancen darauf würden sich nämlich beim Abfeuern einer BM-1 potenzieren. Um die Risiken von Kollateralschäden zu minimieren, könnte die Truppe vor Ort auch ganz offen mit der Gefahr für die Bevölkerung umgehen. Es könnten Laufzettel mit Warnhinweisen verteilt werden, die vom Aufenthalt in den bekannten Raketenabschussräumen zu gewissen Uhrzeiten abraten. Sogar Karten wären denkbar, in denen die gefährdeten Bereiche rot markiert werden. Natürlich [!!] lässt sich die grundsätzliche Gefahr, auch Unschuldige zu treffen, niemals ausschließen. Doch letztlich hängt auch das Wohl der afghanischen Bevölkerung davon ab, ob es uns gelingt, die Aufständischen zur Aufgabe zu bringen.” (Seite 118)

Jetzt sind wir gespannt, ob demnächst auch tatsächlich solche Handzettel (für Analfabeten!) in der deutschen Zone verteilt werden. Soviel ist klar: Indem Guttenberg-Wieker Lindemanns Vorschläge angenommen haben, ist der Afghanistanappell definitiv bestätigt: Ja, die Bundeswehr führt einen Anti-Guerillakrieg mit Eskalationsstrategie. Ja, sie führt ihn primär, um ihre “Erstligafähigkeit” zu beweisen.

Der Appell kann hier weiter unterzeichnet werden.

Lesung aus dem Roman und politischer Impuls im Kombipack

Donnerstag, April 15th, 2010

Auf Einladung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) liest Jürgen Link die Simulation vom UDD (Unbekannter deutscher Deserteur) aus seinem Roman “Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung” (assoverlag Oberhausen). In dieser Simulation haben sich die “ursprümglichen Chaoten”, die Schreiber des Textes, einen künftigen Antiguerillakrieg der Bundeswehr in einem Land A* vorgestellt – rechtzeitig, um ihn zu verhindern. Dazu gehört die Geschichte vom UDD.

Inzwischen findet ein solcher Krieg in einem anderen Lande A* tatsächlich statt – ohne dass man bisher von einem Deserteur gehört hätte. Deshalb das Kombipack: Im politischen Impuls werden einige Spezifika des gemeinsamen Appells von DISS-journal, kultuRRevolution und AMOS “Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan” erläutert und zur Diskussion gestellt.

Wann?

Mittwoch, 21. April 2010, 17 Uhr

Wo?

DISS, Siegstraße 15, Duisburg

Alle Interessentinnen sind herzlich eingeladen.

Ach “Normales Deutschland”!

Montag, April 5th, 2010

Die Osterausgabe der Fatz (3.4.2010) ist mit einem Coverbild aufgemacht, das eine Dornenkrone darstellt, die aber in eine Art Triumphsonne hinein zu explodieren scheint. Die Kollektivsymbolik kann auf den ersten Blick ein wenig kryptisch erscheinen, wird aber vielleicht durch das umgebende Textmaterial deutlicher: Unter dem Bild schlägt die Schlagzeile "Drei Bundeswehrsoldaten in schweren Gefechten gefallen." Rechts eine Glosse "Gefallen", und darunter der Leitartikel "Normales Deutschland" von Klaus-Dieter Frankenberger, einem der Startenöre der Fatz. Darin wird eine, wie es heißt, nur angeblich neue "egoistische" Berliner Politik gegenüber den europäischen Partnern (besonders Griechenland) und am Hindukusch vehement verteidigt. "ein kühler, eng an deutschen Interessen orientierter Pragmatismus der Kanzlerin Merkel" wird gegen Einwände des Auslands in Schutz genommen, und die Anklage, "Deutschland denke nicht mehr europäisch, sondern, eben, deutsch", wird teilweise bestätigt, aber verteidigt. Im Klartext: "Jene, welche die Europapolitik früherer Bundesregierungen romantisieren, übersehen zweierlei: Geschichte steht nicht still. Das Deutschland der 16 Bundesländer ist nicht mehr das vor der Wiedervereinigung."

Diese Positionsklärung stützt sich nun auf den Begriff der "Normalität": Die deutsche Bevölkerung sei "(fast) so normal oder selbstbezogen oder europanörglerisch wie jede andere auch" und die Regierung sei doch schließlich ständig von den anderen westlichen Regierungen aufgefordert worden, "historisch begründete Selbstbeschränkungen aufzugeben und selbstbewusst seine Interessen zu vertreten. Also normal zu werden."  Insgesamt wird "normal" von Frankenberger demnach im Sinne von ‘legitim national-egoistisch’  verwendet. Das kann nun doch nicht einfach so stehen bleiben.

Wie im "Versuch über den Normalismus" (4. Aufl. Göttingen 2009, Vandenhoeck und Ruprecht) ausgeführt, wird der Begriff der Normalität zwar gerade im mediopolitischen Diskurs als leere Sprechblase und meistens geradezu paralogisch verwendet, besitzt aber einen historischen Kern, dessen Konzept systematisch entwickelt werden kann. Dabei geht es, kurz gesagt, um die Mittelzonen von massenhaften sozialen Erscheinungen: Bei Körpergröße, -gewicht, -stärke usw. liegen die Mittelwerte im "normal range", während Riesen und Zwerge anormal sind. Ähnlich ist es bei IQ, bei der Sexfrequenz usw. Im soziopolitischen Bereich gibt es demnach drei Dimensionen, wo sich sinnvoll von Normalität sprechen lässt: die Verteilung des Lebensstandards (breite Mitte, wenige Reiche oben und wenige Arme unten), die Verteilung des Wissens ("Bildung") und die des Wahlverhaltens (starke "Mitte" vs. mickrige "Extreme"). In allen drei Dimensionen hat die "Berliner" Politik Denormalisierung (Abbau von Normalität) betrieben: "Reformen", Zweidrittelgesellschaft, Explosion der Armut, Aufblasen der Spitze, Schrumpfen der Mitte – bei den Wahlen als konsequente Folge: Kollaps der "linken Mitte" sprich SPD.

Von all dem schweigt des Startenors Herrlichkeit – ihm geht es nur um die Außenpolitik. Und da ordnet er das Berliner Deutschland mal wieder als "Mittelmacht" ein, obwohl er im gleichen Atemzug feststellt, es könne keine "große Schweiz" sein (gemeint: militärisch abstinent). Das heutige Deutschland, dass seine Hegemonie in Europa voll ausreizt und das militärisch vom Balkan übers Horn von Afrika bis zum Hindukusch "in der Fläche präsent" ist, eine "Mittelmacht"? (Womit "Normalität" assoziierbar wäre.) Obwohl der Artikel für Ehrlichkeit plädiert, macht er sich hier einer grotesken Vertuschung schuldig. "Mittelmacht"? Das wäre im Ranking der 200 Stasten etwa eine Position im 20er oder 30er Bereich! Da lachen unsere griechischen oder französischen Freunde schallend. Man kann (und sollte) mit ihnen das Spiel spielen: "Top ten? Top five? Top three?"

Und das bedeutet: Abgesehen davon, dass 200 eine viel zu kleine Grundgesamtheit ist, um darin eine belastbare "Normalität" zu bestimmen, spielt dieses "normale Deutschland" eben in der Spitze der 1. Welt-Liga! Mindestens unter den Top five – und das ist nicht nur alles andere als normal – es ist der rundum durchschlagende Raketenmotor, der "dieses unser geliebtes Vaterland", inzwischen flächendeckend schwarz-rot-gold beflaggt, überall dort, wo es wirklich um Normalität geht, immer tiefer in die Denornalisierung treibt. Wenn nicht… Ach wenn nicht!

Fünf Azubis und drei Ausbilder in A* verunglückt

Samstag, April 3rd, 2010

So steht das nicht in unseren Medien, müsste aber konsequenterweise! Statt dessen heißt es: Drei Fallschirmjäger der Bundeswehr seien in eine feige und heimtückische Falle der Taliban gelockt worden, und fünf afghanische Karzai-Soldaten seien einem tragischen Irrtum zum Opfer gefallen und im friendly fire der Bundeswehr umgekommen.

Tatsächlich handelt es sich um die ersten größeren Todesopfer einer Offensive der Bundeswehr, die nach dem amerikanischen Modell von McChrystal ("Clear and Hold") versucht, von "Aufständischen" kontrollierte Gebiete gewaltsam zu erobern. Nur haben die deutschen Interventionspolitiker (einschließlich der rot-grünen) diese Realität mittels ihres Newspeak in einer Weise vertuscht, gegen die die Vertuschungspraxis der katholischen Kinderquäler fast noch harmlos erscheint, weil es in A* um nicht weniger als um Leben und Tod geht.

Deshalb ein kurzer Crashkurs in Bundeswehr-Newspeak:

Offensive mit massiver Feuerkraft = "mehr Präsenz in der Fläche"

Gemeinsame Offensive mit Karzai-Soldaten = "Ausbildung"

offensive deutsche Kampftruppen = "Ausbilder"

offensive Karzai-Truppen = "Auszubildende"

Wenn der Volksmund sagt: "Sie wollen uns dumm sterben lassen", so meint er das meistens nur metaphorisch. In A* ist das Dumm-Sterben dagegen bitterer Ernst: auf allen Seiten. (Übrigens: Die taz bringt die Nachricht kommentarlos im Newspeak unter Fernerliefen und macht groß mit dem osterfröhlichen Appell auf, den Garten auf Frühling zu trimmen.)

Neues vom Geist der Drohnen

Freitag, April 2nd, 2010

Die Drohnen der Bundeswehr in Afghanistan "geben den Geist auf"! Die alten kleinen, aus deutschem Eigenbau, sämtlich bei 40 Grad Celsius – und nun auch die erste von drei großen Drohnen vom Typ "Heron" aus israelischer Produktion: gleich bei der esten Probe zu Schrott gelenkt! Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass die "Hero(i)n"-Drohnen nicht gekauft, sondern geleast sind (für 110 Millionen Euro). Und zwar für 3 Jahre! Das zeigt, wie ernst die Stäbe ihre angeblich ja allein entscheidungsbefugte "Politik" nehmen! Die "Politik" verspricht doch einen "Exit" schon vom nächsten Jahr ab; sie entscheidet doch jeweils bloß für ein weiteres Jahr. Aber was bleibt ihr noch übrig, wenn die Generäle schon auf 3 Jahre ausgeleast sind? Natürlich die Verantwortung!